International Coastal Cleanup Day in Eckernförde:
Gemeinsam für saubere Strände und Meere

Fast 400 junge Menschen für saubere Meere: Erneut großes Engagement beim International Coastal Cleanup Day in Eckernförde.
Zehn Jahre International Coastal Cleanup Day in Eckernförde – Schülerinnen und Schüler, Taucher, Stand-Up-Paddler, Wassersportler und Unternehmen kämpfen gemeinsam gegen Meeresmüll.

Hamburg/Eckernförde, September 2026 – Vom Strand über die Wasseroberfläche bis auf den Grund des Hafenbeckens: Am Freitag, 18. September 2026, wurde Eckernförde erneut zu einem großen Aktions- und Lernort gegen die Vermüllung unserer Meere. Zum zehnten Mal in Folge beteiligte sich die Stadt am International Coastal Cleanup Day (ICCD).


In diesem Jahr hatte die Aktion eine größere Dimension als im vergangenen Jahr: Fast 400 Schülerinnen und Schüler nahmen teil. Hinzu kamen Taucher, Stand-Up-Paddler, Wassersportler, Umweltorganisationen und Partner aus der Wirtschaft. Gemeinsam sammelten, dokumentierten und analysierten sie Abfälle am Strand, auf dem Wasser und unter Wasser. Organisiert wurde die Aktion vom Bundesverband Meeresmüll e.V. in enger Zusammenarbeit mit der Eckernförde Touristik & Marketing GmbH und zahlreichen regionalen Partnern.


Von Eckernförde in eine weltweite Datenbank
Der International Coastal Cleanup Day geht auf die US-amerikanische Umweltorganisation Ocean Conservancy zurück und hat sich in mehr als 35 Jahren zur weltweit größten freiwilligen Aktion gegen Meeresmüll entwickelt. Dabei geht es um weit mehr als das Einsammeln von Abfällen: Die Fundstücke werden systematisch erfasst und die Daten in die internationale Datenbank von Ocean Conservancy eingespeist. So entsteht aus lokalem Engagement wertvolles Wissen für Wissenschaft, Politik und Maßnahmen gegen Plastikverschmutzung. Aus Sicht von Ocean Conservancy, der Initiatorin des ICCD, gehört die Aktion in Eckernförde zu den weltweit vorbildlichen Cleanup-Aktivitäten. Besonders die konsequente Verbindung von praktischer Müllsammlung, wissenschaftlicher Datenerfassung, Umweltbildung und der breiten Beteiligung junger Menschen macht das Format außergewöhnlich.
Die Teilnahme von fast 400 Schülerinnen und Schülern zeigte, wie stark die Initiative in den vergangenen Jahren gewachsen ist. Aus einer Aufräumaktion ist längst ein großes gemeinsames Bildungs- und Beteiligungsprojekt für den Meeresschutz geworden.

Meeresschutz an Land, auf und unter Wasser
Eine Besonderheit des ICCD in Eckernförde war erneut die Vielfalt der Beteiligten. Während die Schülerinnen und Schüler die Strandabschnitte zwischen dem Ostsee Info-Center und der DLRG-Hauptwache untersuchten und säuberten, gingen Taucher im Hafenbecken auf die Suche nach Abfällen unter Wasser. Auch Stand-Up-Paddler waren wieder dabei, leider aufgrund der Wetterverhältnisse dieses Jahr nur vom Strand aus. Gemeinsam mit weiteren Partnern aus Wassersport, Wirtschaft, Umweltbildung und Abfallwirtschaft wurde damit die gesamte Küstenzone in den Blick genommen. Die gesammelten Abfälle wurden anschließend nicht einfach entsorgt. Sie wurden sortiert, kategorisiert und ausgewertet. Über die Clean Swell App konnten Funde zudem unmittelbar digital dokumentiert und Teil des internationalen Datensatzes werden.

Vom Abfall zum Rohstoff: Upcycling-Workshop als neues Angebot
Das Programm wurde in diesem Jahr erstmals durch einen Upcycling-Workshop von IN MOCEAN gUG erweitert. Er zeigte insbesondere jungen Menschen, dass Abfall nicht zwangsläufig das Ende eines Produktlebens bedeutet. Aus vermeintlich wertlosen Materialien können durch Kreativität, Wiederverwendung und neue Nutzungskonzepte wieder sinnvolle Produkte entstehen.
Damit schlug der ICCD erstmals eine Brücke von der klassischen Müllsammlung zur Kreislaufwirtschaft: Entscheidend ist nicht nur, Abfälle aus der Umwelt zu entfernen, sondern von Anfang an zu verhindern, dass wertvolle Ressourcen überhaupt zu Müll werden.

2026: rd. 130 Kilogramm Müll und über 4.000 Zigarettenstummel
Wie notwendig die Aktion weiterhin ist, zeigen die Ergebnisse des diesjährigen International Coastal Cleanup Day. Sämtliche Akteure sammelten innerhalb von drei Stunden über 130 Kilogramm Müll. Besonders auffällig waren dabei mehr als 4.000 Zigarettenkippen. Hinzu kamen zahlreiche Verpackungen, Plastiktüten, Flaschendeckel, Strohhalme, Hygieneartikel und weitere Abfälle, die am Strand, auf dem Wasser und unter Wasser gefunden wurden.

Die Ergebnisse machen deutlich, wie wichtig es ist, nicht nur Müll aus der Umwelt zu entfernen, sondern auch die Ursachen der Vermüllung stärker in den Blick zu nehmen. Der Aktionstag vermittelte deshalb Wissen darüber, woher die Abfälle kommen, welche Folgen sie für das Ökosystem haben und wie Müll langfristig vermieden werden kann.


Lernen, handeln und gemeinsam Verantwortung übernehmen
Begleitet wurde die praktische Aktion von einem umfangreichen Bildungsangebot. Schülerinnen und Schüler erfuhren unmittelbar am Strand, welche Folgen Plastik und andere Abfälle für Meerestiere und marine Ökosysteme haben, wie aus größeren Kunststoffteilen Mikroplastik entsteht und warum Kreislaufwirtschaft und Abfallvermeidung entscheidend für gesunde Meere sind. Unterstützt wurde der Aktionstag unter anderem durch das Ostsee Info-Center, die Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde (AWR), Fördekeks – SUP-Schule Eckernförde, IN MOCEAN gUG, die Deutsche Meeresstiftung, zahlreiche Schulen sowie weitere Partner aus Wassersport, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Pressekontakt
Eckernförde Touristik & Marketing GmbH
Stephan Vollbehr – Veranstaltungsleitung
E-Mail: s.vollbehr@ostseebad-eckernfoerde.de
Bundesverband Meeresmüll e.V.
Thomas Wienemann – 2. Vorsitzender
E-Mail: thomas.wienemann@bundesverband-meeresmüll.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert