Im Rahmen des Ocean Literacy Lab am 1. Juli 2026 an Bord der Cap San Diego in Hamburg setzten sich zwei Schulklassen aktiv mit dem Thema Meeresmüll auseinander. Bei Clean-up-Aktionen im Bereich der Hamburger Hafenpromenade und im Alten Elbpark sammelten die Schülerinnen und Schüler achtlos entsorgte Abfälle und untersuchten deren mögliche Wege in Flüsse und Meere.
Begleitet von ehrenamtlichen Mitarbeitenden des Illuseum Berlin sowie des Bundesverbandes Meeresmüll e. V. wurde deutlich, dass Clean-ups weit mehr sind als reine Aufräumaktionen: Sie machen Umweltverschmutzung sichtbar, helfen dabei, Müllquellen zu dokumentieren, und zeigen, wie Abfälle über urbane Entwässerungssysteme, Wind und Niederschläge in aquatische Ökosysteme gelangen können.
Die gesammelten Funde – darunter insbesondere zahlreiche Zigarettenkippen, Verpackungen, Flaschen und weitere Kunststoffabfälle – verdeutlichten die enge Verbindung zwischen unserem täglichen Verhalten, der Belastung von Flüssen und dem Schutz der Meere. Ergänzend erhielt eine Schulklasse bei einer Hafenrundfahrt mit der Alternative Hafenrundfahrt Hamburg Einblicke in die vielfältigen Nutzungen des Hafens und die Herausforderungen beim Schutz der Gewässer.

In anschließenden Workshops wurden die Ursachen und Folgen von Müll in Flüssen und Meeren vertieft betrachtet. Die Schülerinnen und Schüler analysierten Eintragspfade, Auswirkungen auf Biodiversität und Nahrungsketten sowie Möglichkeiten zur Müllvermeidung im Alltag.
Das Projekt zeigte eindrucksvoll: Meeresschutz beginnt vor der eigenen Haustür. Durch gemeinsames Engagement, Umweltbildung und bewusste Entscheidungen kann jeder Einzelne dazu beitragen, den Eintrag von Abfällen in unsere Gewässer zu reduzieren.
Hier findet ihr unseren Abschlussbericht: