(c) HiFly.

Die erste Fluggesellschaft reagiert auf die unübersehbar gewordene Plastik-Problematik und verzichtet auf Testflügen komplett auf Einwegplastikgeschirr und -besteck. Annabel Fenwick Elliot schrieb darüber im The Telegraph vom 02.01.2019. Hier geht es zum Artikel: The world’s first plastic-free flight is here – but will other airlines follow? (engl.)

Mehr zum Thema:

https://www.flugrevue.de/zivilluftfahrt/airlines/hi-fly-fliegt-ohne-plastik-in-der-kabine/763218 (Artikerl auf Deutsch)

 

 

„The Ocean Cleanup“ nimmt ein vorläufiges Ende – müssen wir doch selber ran?

(c) 2019 Vimeo, Inc.

Der  Niederländer Boyan Slat wollte mit seinem „The Ocean Cleanup“-Projekt die Ozeane von Plastikmüll säubern. Für knapp drei Monaten war die Anlage – eine gigantische Rohrkonstruktion – nun im Nordpazifischen Wirbel unterwegs und sollte dort bei ihrem ersten großen Einsatz den herumtreibenden Müll fischen. Jetzt ist sie kaputt und wurde wieder an Land gebracht. Tina Baier kommentiert in der Süddeutschen Zeitung: „Es kommt kein Held, der unsere Probleme löst. Wir müssen es selbst tun“… (Baier, Tina: Vor dem Plastikmüll rettet uns niemand, in: SZ.de, 04.01.2019).

Quellen und mehr zum Thema:

https://www.sueddeutsche.de/wissen/plastik-ocean-cleanup-boyan-slat-meere-plastikmuell-mikroplastik-1.4274339

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2019-01/the-ocean-cleanup-plastikmuell-pazifik-saeuberung-beschaedigt.

 

 

 

Wir trauern um Dirk Lindenau

Unser Gründungs- und langjähriges Vorstandsmitglied Dirk Lindenau ist in der Nacht zum Dienstag nach kurzer und schwerer Krankheit für immer eingeschlafen. Unser Vorstandsmitglied Hans Reimer Witt hat ihn bis zu seinem Tod liebevoll begleitet.
Wir danken Dirk für seine immense Arbeit, die er gerade in der nicht ganz einfachen Gründungsphase geleistet hat und für die vielen konstruktiven Anregungen und Vorschläge, die er in die Arbeit des Bundesverbandes als erfahrener Unternehmer eingebracht hat – nicht zuletzt auch für die Etablierung des gemeinsamen Coastal Cleanup Day in Eckernförde, den wir selbstverständlich in seinem und unserem Sinne weiterführen werden.
Dirk war ein sehr liebenswerter und sehr geschätzter Kollege, dem es stets um die Sache ging und wir danken ihm für sein großartiges Engagement für den Verband und die zahlreichen Kontakte die er in die Wirtschaft und Politik in unserem gemeinsamen Sinne geknüpft hat – auch in extrem schwierigen Zeiten. In unserer gemeinsamen Vorstandsarbeit war Dirk immer ein Mann der klaren und konstruktiven Worte und ein Felsen im Sturm der Plastikmüll-Brandung, um diese wichtige Arbeit gegen die Vermüllung unserer Meere zu bündeln und konkret sichtbar werden zu lassen.
Der Vorstand wird Dirk mit seiner durchdringenden und aufrichtigen Art stets in guter Erinnerung behalten und wir wünschen ihm bei der Navigation auf seinen Reisen im Jenseits alles Gute.
Im Namen des Vorstandes und der Mitarbeiterin

Frank Schweikert

EU-Parlament stimmt für Verbot von Einwegplastik

 

Heute, am Mittwoch, 24.10.2018, stimmten die Abgeordneten des EU-Parlaments über das Verbot von Wegwerfprodukten aus Plastik ab. Dies soll die Meere Schützen. Das Abstimmungsergebnis: bis 2021 soll das Verbot von Produkten wie Trinkhalme, Einweggeschirr und Wattestäbchen durchgesetzt werden. Zudem sollen die EU-Mitgliedsstaaten die Auflage bekommen bis 2025 durchzusetzen, dass 90 Prozent aller Einwegflaschen recyclet werden.

Im nächsten Schritt müssen nun die einzelnen Länder dem Verbot zustimmen. Sodann können die Verhandlungen zwischen Europaparlament, EU-Kommission und den Mitgliedsstaaten beginnen, damit das Verbot fristgerecht in Kraft treten kann.

Quellen und mehr zum Thema:

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/eu-verbot-plastik-1.4183718

https://www.tagesschau.de/ausland/plastikmuell-133.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/plastikmuell-eu-parlament-stimmt-fuer-verbot-von-wegwerfprodukten-a-1234920.html

Neue UMSICHT-Studie zu Mikroplastik und synthetischen Polymeren in Kosmetika und Reinigungsmitteln

In Deutschland gelangen jährlich 977 Tonnen Mikroplastik und 46.900 Tonnen gelöste Polymere aus Kosmetikprodukten, Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln ins Abwasser – so das Ergebnis der kürzlich veröffentlichen Studie „Mikroplastik und synthetische Polymere in Kosmetikprodukten, Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln“ des Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT im Auftrag des NABU. Da Kläranlagen diese Inhaltsstoffe nicht vollständig abfangen können, gelangt Mikroplastik trotz Abwasserreinigung in die Gewässer. Zudem gelangen auch zurückgehaltene synthetische Polymere über den Klärschlamm auf landwirtschaftliche Flächen

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller fordert deshalb ein EU-Verbot von Mikroplastik in Kosmetik und Reinigungsmitteln. Auch andere Organisationen haben sich bereits für ein solches Verbot ausgesprochen, so die Deutsche Umwelthilfe in ihrer „Plastikstrategie für Deutschland„.

Jürgen Bertling – für die Studie verantwortlicher Wissenschaftler am Fraunhofer UMSICHT – weist zudem darauf hin, dass auch schwer abbaubare wasserlösliche Polymere über die europäische Chemikaliengesetzgebung reguliert werden müssen, da die Risiken für die Umwelt nicht abzuschätzen sind.

Mikroplastik stellt eine Gefahr für Gewässer und Meere dar und wurde bereits in Krebsen, Muscheln und Fischen nachgewiesen.

Bei der Vermeidung von Kosmetika mit Mikroplastik und anderen Kunststoffen hilft der BUND-Einkaufsratgeber.

Quellen und mehr zum Thema:

https://www.nabu.de/news/2018/10/25218.html

https://www.presseportal.de/pm/6347/4079683

https://www.duh.de/projekte/plastikstrategie/

https://www.bund.net/meere/mikroplastik/hintergrund/