Weltweit werden jährlich über 250 Millionen Tonnen Plastik produziert. Über 6 Millionen Tonnen Plastik gelangen jedes Jahr in die Meere, über 80% davon über die Flüsse. 70% des Mülls sinken auf den Meeresboden, 15% treiben auf der Meeresoberfläche. Die restlichen 15% landen an den Küsten.

Der Bundesverband Meeresmüll e.V. hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die verschiedenen Interessensgruppen zusammen zu bringen und zu koordinieren. Ziel ist es, dass die Akteure an einem Strang in die gleiche Richtung ziehen, denn nur so kann etwas Großes gegen das Plastikmüllproblem geleistet werden. Der BVMM wird daher Partner zusammenbringen sowie gemeinsame Projekte und Veranstaltungen initiieren.

Gemeinsam mit einem breiten NGO-Bündnis Projekt “Wege aus der Plastikkrise” – Exit Plastic haben wir 2022 folgende 15 Forderungen erarbeitet. Es sind Maßnahmen entlang des gesamten Plastik-Lebenszyklus sind notwendig, um die Plastikkrise zu lösen und damit die Flut zu stoppen.

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Darüber hinaus kümmern wir uns ebenfalls um das Thema:

18. Fördertopf für Clean Up Vereine und Initiativen
Warum ist dieser Fördertopf notwendig?
Obwohl es bereits zahlreiche Gebühren und Fonds gibt – etwa Müllgebühren, den Einwegkunststofffonds oder die Dualen Systeme – leisten Ehrenamtliche einen unverhältnismäßig großen Beitrag: Über 2 % des gesammelten Mülls, insbesondere der schwer zugängliche und am aufwendigsten zu beseitigende, wird von freiwilligen Helferinnen und Helfern entfernt. Beim Rhein Clean Up waren es die letzten Jahren jeweils 200 Tonnen Müll. Clean-Up-Initiativen holen den Müll aus Naturschutzgebieten und anderen Bereichen, in denen Kommunen selbst oft sagen: „Das können wir nicht leisten.“
Diese Vereine tragen damit die Hauptlast der praktischen Umweltarbeit, finanzieren sich jedoch meist fast ausschließlich über Ehrenamt und Spenden. Gleichzeitig ist es keine Selbstverständlichkeit, dass Kommunen oder öffentliche Entsorgungsunternehmen den gesammelten Müll überhaupt abholen oder annehmen.
Der Fördertopf soll aus Mitteln des Einwegkunststofffondsgesetzes gespeist werden. Dadurch würden die Kosten der Sammlung konsequent den Produkten zugerechnet, die den Müll verursachen – ein fairer und wirksamer Ansatz zur Unterstützung derjenigen, die unsere Umwelt tatsächlich sauber halten.

Zum Download der 15 Forderungen:

Forderungen “Wege aus der Plastikkrise” – Kurzfassung

Forderungen “Wege aus der Plastikkrise” – Langfassung

Actions along the entire plastic life cycle are necessary to solve the plastic crisis and thus stop the flood. For the first time in Germany, major civil society actors, including the German Marine Litter Association (Bundesverband Meeresmüll e.V.) and the German Ocean Foundation (Deutsche Meeresstiftung), have joined forces in an alliance to solve the plastic crisis and formulated 15 demands to the German government. Together, we are committed to their implementation!

Das Projekt “Wege aus der Plastikkrise” der Deutschen Nichtregierungsorganisationen ist ein durch den Bundesverband Meeresmüll e.V. und die Deutsche Meeresstiftung initiiertes, organisiertes und moderiertes zivilgesellschaftliches Projekt, das im Mai 2021 abgeschlossen und nun ohne unsere Verantwortung von einer Teilgruppe weitergeführt wird.

The project “Ways out of the Plastic Crisis” of the German Non-Governmental Organizations is a civil society project initiated, organized and moderated by the German Marine Litter Association and the Deutsche Meeresstiftung, which was completed for the time being in May 2021 and is now continued by a subgroup without our responsibility.

Download the demands

Demands “Exit Plastic” – Short Version

Demands “Exit Plastic” – Long Version