Im Fokus: Luftballons als Meeresmüll

Plastiktüte, Mikrokunststoffe in Kosmetika, Geisternetze – neben den in der öffentlichen Debate gut sichtbaren „üblichen Verdächtigen“ finden andere Meeresmüll-Quellen in der Regel weit weniger Beachtung. Dies trifft beispielsweise auf Luftballons zu.

Dabei werden weltweit täglich zigtausende Luftballons bei feierlichen Anlässen in die Lüfte entlassen – ohne sich über den weiteren Verbleib der Ballons und die ökologischen Folgen im Klaren zu sein. „Selbst manche Tier- und Naturschutzorganisationen führen im Rahmen von Vereinsfeiern oder Kampagnen gerne Luftballonaktionen durch,“ schreibt Sea Shepherd.

Die Surfrider Foundation nimmt das Thema in einem aktuellen blog-Beitrag mit Blick auf die amerikanische Ostküste unter die Lupe und stellt dabei vor allem die US-amerikanische Initiative „Balloons blow“ vor. Letztere sammelt Luftballon-Müll, nennt das Aufsteigenlassen von Luftballons „Massenmüllveranstaltungen“ und setzt sich schon seit längerem für dessen Verbot ein. Sie warnt, dass auf dem Meer wie an Land zahlreiche wilde wie auch Haustiere die Überreste von Luftballons mit Nahrung verwechseln oder sich in Fäden selbst strangulieren. In Virginia wird aktuell sogar eine regionale Studie speziell über den „Balloon Litter“ durchgeführt.

Der Verzicht auf das Steigenlassen von Luftballons – ob einzeln oder in Massen – dürfte unsere Lebensqualität nicht beeinflussen. Denken wir also an Meere und Fauna, wenn wir die nächste Festlichkeit planen oder in der Stadt einen Ballon angeboten bekommen.

Mehr zum Thema:
http://www.surfrider.org/coastal-blog/entry/balloons-flying-plastic-litter
https://sea-shepherd.de/sea-shepherd.de/news/deutschland/1416-luftballons-gefahr
https://balloonsblow.org/
https://www.schutzstation-wattenmeer.de/aktuell/news-beitrag/ansicht/mit-luftballons-gegen-plastikmuell/

Foto: scottbrannon01 / Pixabay

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