Sommer, Hitze, „Plastiknotstand“

Hitzewelle und Dürre über Deutschland: Da freut man sich über jede Abkühlung in Seen, Flüssen und natürlich im Meer. Ein Video der Bucht von Santo Domingo, das derzeit im Netz kursiert, ruft uns in Erinnerung, das die globale Plastikverschmutzung auch in diesem heißen Sommer keine Pause macht. Es zeigt den Strand Montesinos in Hauptstadt des Urlaubslands Dominikanische Republik, die buchstäblich in Plastikmüll erstickt.

Veröffentlicht wurde die Sequenz von der amerikanischen NGO „Parley for the Oceans“ unter dem Titel „Notstand“. Parley führt derzeit mit lokalen Behörden und dem Militär (sic!) ein Projekt zur Reinigung durch. Über 500 ArbeiterInnen sind dabei im Einsatz, bereits über 1000 Tonnen Müll wurden aufgesammelt. Mit dem nächsten heftigen Regen dürfte sich das traurige Phänomen allerdings einmal mehr wiederholen. Besserung erhofft sich Parley daher erst von einem inselweiten Plan zur Vermeidung und zum Recycling von Plastikmüll.

Das vielfach geteilte und in den sozialen Netzwerken diskutierte Video hat auch Moby zu einer Reaktion veranlasst. Der Musiker, der sich zumeist kritisch zur Fleischindustrie und zum amerikanischen Präsidenten Donald Trump äußert, nimmt das Video gleich zum Anlass für einen Abgesang auf die Menschheit. Weniger pessimistisch ist Parley – doch auch die Organisation rechnet mit einem „Plastic Tipping Point“, der in den nächsten Jahren erreicht werden könnte.

Quelle:
Parley for the Oceans, Projekt in der Dominikanischen Republik

Foto: Pixabay / RonnyK

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