Großkonzerne bilden Allianz gegen Plastikmüll – Umweltorganisationen kritisieren Beibehaltung der Einwegplastikproduktion

Rund 30 internationale Großkonzerne haben sich in einer Allianz zusammen geschlossen, um den Eintrag von Plastikmüll in die Meere zu stoppen. Darunter die Chemieriesen BASF, Dow Chemical und Lyondellbasell, große Konsumgüterhersteller wie Procter & Gamble und Henkel sowie die Chemiesparten von ExxonMobil und Shell. Mit Projekten zu Müllmanagement und Kreislaufwirtschaft, Recycling, Wiederverwertung und zur Sammlung von Kunststoffabfällen soll verhindert werden, dass sich Kunststoffe in der Umwelt verbreiten. Etwa 1,5 Milliarden Dollar stellt die Allianz hierfür in den nächsten fünf Jahren zur Verfügung.

Mitgliedorganisationen der weltweiten Bewegung für eine Welt ohne Plastikverschmutzung #breakfreefromplastic kritisieren die Initiative als Versuch der Großkonzerne, die anhaltende Produktion von Einwegplastik auf der Basis von fossilen Brennstoffen zu legitimieren, statt auf echte Lösungen zu setzen und die Herstellung von Einwegplastik drastisch zu reduzieren. „Industry cannot continue living in their alternate universe where sky is always  the limit – the planet is already suffocating in plastic waste and the times call for real solutions, not illusions,” so Von Hernandez, Koordinator der globalen Bewegung #breakfreefromplastic.

Quellen und mehr zum Thema:

HENKEL, BASF, SHELL – Chemieriesen bilden eine Allianz gegen Plastikmüll, Beitrag von Siegfried Hofmann und Bert Fröndhoff im Handelsblatt vom 13.01.2019

Industry group seeks to maintain single-use plastic status quo, Pressemitteilung von #breakfreefromplastic vom 15.01.2019 (engl.)

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