Unser Jahresbericht 2025 ist da!

Unser Jahresbericht 2025, hier zum download.

Wir blicken auf ein Jahr voller Bewegung, Begegnungen und echter Wirkung zurück. 2025 haben wir gemeinsam gezeigt, wie viel Kraft entsteht, wenn Menschen sich zusammenschließen, um unsere Gewässer zu schützen. Von großen Bildungsformaten bis zu lokalen Clean-Ups, von politischer Arbeit bis zu wissenschaftlichen Studien – überall haben wir erlebt, wie Engagement sichtbar wird und Veränderung anstößt.

Wir waren dort, wo Meeresschutz lebendig wird: bei den MeerErlebnis-Tagen in Niendorf, beim International Coastal Cleanup in Eckernförde („…rund 200 Schülerinnen und Schüler sowie einige Freiwillige… rund 60 kg Müll gesammelt.“), in der Ozeandekade-Ausstellung auf der Cap San Diego und in vielen weiteren Projekten. Gleichzeitig haben wir mit der Exit-Plastic-Initiative und der RheinKrake-Studie wichtige Impulse gesetzt – etwa mit der alarmierenden Erkenntnis, dass täglich 53.000 Müllteile am Kölner Rhein vorbeischwimmen („…entspricht einem Gewicht von 5,9 Tonnen täglich…“).

Dieser Jahresbericht zeigt, wie sehr wir als Verband wachsen – in unserer Reichweite, unserer Professionalität und unserer gemeinsamen Stimme für saubere Meere.

BVMM & KRAKE – Pressemitteilung zur RHEINKRAKE und politische Forderungen

Wissenschaftliche Studie zur „RheinKrake“ zeigt die Müllflut im Rhein: 19,4 bis 30,4 Millionen Teile Müll schwimmen jährlich an Köln vorbei. Wir fordern, dass die Bundesregierung als Eigentümer der Flüsse die Verantwortung übernimmt und den Ausstieg aus der Vermüllung der Flüsse, Meere und Natur einleitet.

Freiwillige des Vereins K.R.A.K.E. (Kölner Rhein-Aufräum-Kommandoeinheit) e.V. und Wissenschafter:innen veröffentlichten Forschungsergebnisse zu Deutschlands einziger schwimmender Müllfalle “RheinKrake” im Rhein bei Köln. Ergebnisse zeigen, dass täglich 53.000 Müllteile im Rhein an Köln vorbeischwimmen. Dies entspricht einem Gewicht von 5,9 Tonnen täglich oder dem Inhalt von 393 durchschnittlichen Hausmülltonnen (15kg pro 240 Liter Mülltonne).  Der K.R.A.K.E. e.V. und der Bundesverband Meeresmüll e.V. fordern sofortiges Handeln der Bundesregierung und den Ausstieg aus der Vermüllung.

Nina Gnann, Katharina Höreth, Nicolas Schweigert, Mariele Evers, Thomas A. Ternes, Leandra Hamann. „The river Rhine transports around 4,000 tons of macrolitter towards the North Sea each year.” Communications Sustainability, 2025, DOI: 10.1038/s44458-025 00007-5. https://www.nature.com/articles/s44458-025-00007-5.

Hintergrund und Projektbeschreibung

Wie viele Tonnen menschengemachter Müll sich in unseren Meeren befinden, ist nicht klar bezifferbar. Schätzungen gehen von mehreren Millionen Tonnen aus. Und täglich kommt mehr Müll hinzu. Flüsse spielen eine relevante Rolle beim Transport des Mülls vom Land Richtung Meer. Dies ist auch ein Problem in Deutschland. Jährlich fließen tausende Tonnen an Müll über Rhein, Elbe, Weser und weitere Bundeswasserstraßen in die Nord- und Ostsee. Die nun veröffentlichte Studie zeigt, dass das Ausmaß der Verschmutzung wesentlich höher ist als bisher angenommen. Dazu nutzte das Projektteam die selbstentworfene “RheinKrake”.

Seit 2022 ist die “RheinKrake” nördlich der Kölner Zoobrücke fest im Rhein installiert. Kai Hirsch, der technische Leiter des Projektes erklärt: “Die RheinKrake ist ein schwimmender Anleger bzw. eine Müllfalle mit einem nach vorne geöffneten Fangkorb. Der Fangkorb ist drei Meter breit und 80 Zentimeter tief. Damit wird ungefähr 1% der Flussbreite des Rheins in Köln abgedeckt. Ziel des Projekts rund um die RheinKrake ist es, schwimmenden Müll einzufangen, Daten über die Verschmutzung zu sammeln und das Bewusstsein für die Vermüllung bei Bürger:innen und Behörden zu stärken.”

Fabian Heinisch, der aktuell alles um die “RheinKrake” organisiert, erläutert:. “Mit der jetzt veröffentlichten Studie bieten wir belastbare Zahlen, sie zeigen ganz deutlich: Die Vermüllung ist noch einmal weit größer als bisher angenommen.” Für die vorliegenden Forschungsergebnisse haben Freiwillige, angeleitet von Wissenschaftler:innen der Universität Bonn und Universität Tübingen, über 16 Monate, alle zwei Wochen die “RheinKrake” entleert und ausgewertet. Dabei wurden mehr als 20.000 Teile entnommen und nach internationalen Standards (z.B. EU MSFD Guidance on Monitoring Marine Litter) ausgewertet. Es handelt sich um die erste wissenschaftliche Studie in Deutschland, in der über solch einen langen Zeitraum Müll entnommen, ausgewertet und der Ursprung analysiert wurde. Die erfasste Müllmenge wurde auf Basis von Flussbreite und Wassermenge hochgerechnet. Im Gegensatz dazu beruhen viele bisherige Studien auf visuellen Zählungen, die wetterabhängig sind und aufgrund der Beschaffenheit des Mülls ungenaue Ergebnisse liefern.

Ergebnisse: Die Vermüllung in Zahlen: 19,4  bis 30,4 Millionen Müllteile fließen jährlich an Köln vorbei

Auf die Gesamtbreite und Tiefe des Rheins linear hochgerechnet, schwimmen laut der Auswertung im Rhein jährlich 19,4 bis 30,4 Makro-Müllteile größer als 2,5 cm am Standort Köln vorbei. Täglich sind  es demnach etwa 53.000 Teile, die  Köln  über die Wasserstraße passieren.

Hochgerechnet auf die gesamte Länge des Rheins, werden  etwa 30 bis 40 Millionen Makro-Müllteile mit einem Gesamtgewicht von 3010 bis 4700 Tonnen jährlich vom Rhein in die Nordsee gespült. Damit ist die Vermüllung um das 40- bis 286-fache höher als  bisherige Studien geschätzt haben.

Mit unseren Daten kann die Vermüllung im Rhein im Detail gezeigt werden. Die folgenden relative Aufteilung ergibt sich aus den mehr als 20.000 gesammelten Teilen:

  • Etwa 70% der Makro-Müllteile sind Kunststoffe, die 15 % des Gewichts ausmachen.
  • 40% sind Einwegprodukte, bei mehr als der Hälfte davon handelt es sich um Kunststoff.
  • 56% des Mülls kommt von privaten Verbrauchern, dabei handelt es sich bei  18% der Gegenstände   um Getränkebehälter.   
  • 5,9% des Mülls ist der Industrie zuzuordnen.
  • Mehr Informationen sind in unserem wissenschaftlichen Bericht zu finden.

Die Vermüllung wird anschaulicher, wenn man konkrete Müllteile innerhalb einer Kategorie betrachtet und linear auf den Rhein hochrechnet (dies wurde in der Studie zusammengefasst).

  • 548.000 Plastikflaschen kleiner als 0,5 Liter schwimmen jährlich an Köln vorbei. Davon sind 382.000 Pfandflaschen, davon 113.000 vom Unternehmen Coca-Cola. Außerdem 138.000 kleine Schnaps-Plastikflaschen ohne Pfand.
  • 222.000 Plastikflaschen größer als 0,5 Liter treiben jährlich an Köln vorbei.
    95% (211.000) sind Pfandflaschen und 42.000 vom Unternehmen Coca-Cola.
  • 1.400.000 Glasflaschen sindim Jahr 2024 laut der Auswertung im Rhein an Köln vorbeigeschwommen.
    • 26% dieser Flaschen sind Pfandflaschen (370.000). Davon sind 308.000 Bierflaschen;
    • 30% der Flaschen sind Wein oder Sektflaschen (429.000).
    • 24% der Glasflaschen sind kleine Schnapsflaschen (339.000).
    • 13% sind große Schnapsflaschen (187.000).
    • 100.000 kleine und große Glas-Schnapsflaschen sind der Marke Jägermeister zuzuordnen.
  • 1.170.000 Süßigkeiten-Verpackungen schwimmen jährlich an Köln vorbei.
  • 428.000 Feuerzeuge schwimmen jährlich an Köln vorbei.
  • 63.000 Schuhe schwimmen jährlich an Köln vorbei.
  • 56.000 Capri Sun (oder ähnliche Produkte) schwimmen jährlich an Köln vorbei.
  • Bezüglich der viel diskutierten Flaschendeckel, die inzwischen an der Flasche befestigt in den Handel kommen, werden die Daten aktuell  noch ausgewertet.
  • Anhand der industriell gefertigte Kunststoffpellets und Plastikpartikel, die wir als Beifang in der RheinKrake fanden, müssen wir von Millionen solcher Teile ausgehen, die ebenfalls über den Rhein in die Nordsee gelangen.

Unsere Forderungen: Der Bund als Eigentümerin muss Verantwortung übernehmen und den Ausstieg für die Vermüllung einleiten.

Wir Menschen sind verantwortlich für den Müll, ob absichtlich oder unabsichtlich verursacht. Solange keine effektiven Maßnahmen umgesetzt sind, die verhindern, dass Müll in die Umwelt gelangt, hat die Gesellschaft die Verantwortung, den verursachten Müll einzusammeln. Seit vielen Jahren versuchen wir als Vereine K.R.A.K.E. und Bundesverband Meeresmüll auf den Müll in den Flüssen hinzuweisen. Bisher leider ohne entscheidenden Erfolg. Die Verantwortung wird von Behörde zu Behörde weitergeschoben. Die neuen Daten der “RheinKrake” zeigen den Handlungsbedarf mehr als eindeutig.

Die Bezirksregierung Köln kann als zuständige Behörde die Unterhaltungslast für den Eigentümer festlegen. Die Bundeswasserstraße Rhein gehört dem  des Bundesverkehrsministeriums und ist damit der Eigentümer. Bisher besteht die Strategie des Bundes hauptsächlich darin, den Müll Richtung Meer fließen zu lassen. Nicolas Schweigert, der Initiator der RheinKrake, stellt eine klare Forderung: “die Bezirksregierung Köln muss dem Bundesverkehrsministerium als Eigentümer der Bundeswasserstraße klare Vorgaben setzen und der Bund muss endlich Verantwortung für die Sauberkeit des Rheins zu übernehmen. Der Ausstieg aus der Vermüllung der Flüsse, Meere und der Natur muss eingeleitet werden. Hierfür benötigen wir Grenzwerte (z.B. wie bei Nord- und Ostsee [OSPAR & HELCOM]), ein Monitoring und effektive Maßnahmen zur Vermeidung sowie zum Einsammeln benötigt. Finanzieren ließe sich das über den Einwegkunststofffonds (EWKFond) und die EU-Verpackungsverordnung, bei denen die Kosten direkt den Hauptverursachern auferlegt werden. So tragen die Produkte die Kosten der Sammlung oder verschwinden vom Markt.”

Gemeinsam mit dem Bundesverband Meeresmüll e.V. hat die K.R.A.K.E. eine Petition im Bundestag eingereicht, um auf die fehlende Verantwortung hinzuweisen. Bisher leider ohne Erfolg. Daher gehen wir nun den nächsten Schritt und stellen einen juristisch begleiteten Antrag auf Tätigwerden. Während der UN-Plastikkonferenz wollte Deutschland eindrucksvoll vorangehen. Bei den eigenen Bundeswasserstraßen wird die Verantwortung jedoch nicht wahrgenommen.

Aktiv: “ Anpacken statt rumjammern”

Der 1. Vorsitzende des K.R.A.K.E. e.V., Christian Stock, bleibt trotz allem positiv:Wir als größte und attraktivste Müllsammel-Initiative Deutschlands kämpfen täglich gegen die Vermüllung unserer Umwelt, vor allem durch regelmäßige Cleanups, Bildungsarbeit und Informationsveranstaltungen. Unsere Philosophie ist es, als Vorbild freundlich auf Menschen zuzugehen. Wir setzen auf die Zivilgesellschaft, die man niedrigschwellig und mit Humor gut erreichen kann. Wir möchten die relevanten Akteure (Politik, Industrie und Gesellschaft)  sensibilisieren und gemeinsam Fortschritte erzielen. Wir erwarten nicht, dass alle Zero-Waste leben. Gleichzeitig haben wir ein Problem, welches wir mit unseren Daten eindeutig belegen. Wir erwarten aber, dass sich jeder Mensch und Akteur sein eigenes Handeln bewusst macht und reflektiert. Müll nicht einfach in die Natur zu werfen ist der erste Schritt. Ihn aufzusammeln, der zweite. Unsere Kernbotschaft lautet übrigens seit Jahren „Anpacken statt rumjammern“.

Die K.R.A.K.E. ist Mitglied beim Bundesverband Meeresmüll e.V.. Der Bundesverband bündelt die deutschen Interessen zur Vermeidung und Beseitigung von Meeresmüll zentral und ist deutscher Ansprechpartner für alle nationalen und internationalen Partner*innen, die im Fachgebiet Meeresmüll tätig sind. Vereine im Ehrenamt können hier nur wichtige Unterstützungsarbeit leisten, aber nicht die Hauptlast tragen.”

Kontakt:

K.R.A.K.E. e.V. Bertha-Benz-Karree 63 51107 Köln

1. Vorsitzender & geschäftsführender Vorstand K.R.A.K.E.: Christian Stock krake@krake.koeln

Projektinitiator K.R.A.K.E. & Vertreter des Bundesverbandes Meeresmüll:
Nicolas Schweigert
Tel.: +49 175 30 34 684 Nicolas.schweigert@outlook.
com & Office@bundesverband-meeresmuell.de

Projektleiter: Fabian Heinrich rheinkrake@krake.koeln

Technischer Leiter: Kai Hirsch Kai_hirsch@gmx.net

Bundesverband Meeresmüll e.V. Grimm 12 20457 Hamburg Office@bundesverband-meeresmuell.de

Wissenschaftliches Team:

  • Dr. Leandra Hamann (Universität Bonn): hamannleandra@gmail.com
  • Katharina Höreth (Universität Bonn): khoereth@uni-bonn.de
  • Nina Gnann (Universität Tübingen): nina.gnann@ggi.uni-tuebingen.de

Danke

An der Studie waren die Universität Bonn, Universität Tübingen und der K.R.A.K.E. (Kölner Rhein-Aufräum-Kommando-Einheit) e.V. beteiligt. K.R.A.K.E. e.V. stellte Ressourcen zur Verfügung. Unser Dank gilt neben den zahlreichen Freiwilligen auch den Sponsor:innen und Unterstützer:innen, die nicht nur finanziell einen Beitrag geleistet haben, sondern auch Material zur Verfügung stellten. Insbesondere danken wir der Rheinau Marina, die ein Boot zu Verfügung stellen.

Publikation

Nina Gnann, Katharina Höreth, Nicolas Schweigert, Mariele Evers, Thomas A. Ternes, Leandra Hamann. “The river Rhine transports around 4,000 tonnes of macrolitter towards the North Sea each year”. Communications Sustainability, 2025, DOI: bitte ergänzen, sobald bekannt.

Am 10. Januar 2026 ab 10 Uhr an der Rheinkrake (Unter der Zoobrücke – Niederländer Ufer, Köln – linke Rheinseite) geben wir Interviews und können Bilder/Videoaufnahmen gemacht werden. Ab 11 Uhr sind wir an der Auswertungsstation (Parkplatz unter der Zoobrücke – Sachsenbergstraße, 50679 Köln, Deutschland – rechte Rheinseite). Wir bitte um kurze Anmeldung. Gerne machen wir Interviews auf Anfrage.

International Coastal Cleanup Day (ICCD) in Eckernförde: Gemeinsam für saubere Strände und Meere

Hamburg/Eckernförde, 08.09.2025 – Zum neunten Mal in Folge fand am September 2025 der International Coastal Cleanup Day (ICCD) in Eckernförde statt. Von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr räumten insgesamt gut 200 Schülerinnen und Schüler sowie weitere Freiwillige den Strand auf. Dabei wurden insgesamt auf 2,1 km Strecke rund 60 kg Müll gesammelt. Dabei waren Zigarettenstummel am häufigsten zu finden gefolgt von Plastikgegenständen. Organisiert wurde das Event vom Bundesverband Meeresmüll e.V. in enger Zusammenarbeit mit der Eckernförde Touristik & Marketing GmbH dem Aufruf der Ocean Conservancy folgend. An ihre zentrale Datenbank werden im Anschluss an die Aufräumaktion die gesammelten Daten über den Müll weitergeleitet. Hier findet ihr unseren Bericht: https://bundesverband-meeresmuell.de/wp-content/uploads/2025/09/20250912_ICCD_Report_deutsch_englisch.pdf

Copyright Tanja Miranda

Mithilfe von Greifern, Handschuhen, Eimern und anderen Gerätschaften wurde am gesamten Eckernförder Strand zwischen dem Ostsee Info-Center und der DLRG-Hauptwache Müll gesammelt und unter fachlicher Anleitung in verschiedene Kategorien unterteilt. Mit dem ICCD soll ein wesentlicher Beitrag
zum Umweltschutz und zum Meeresbewusstsein geleistet werden. Insbesondere wird auf die potenziellen
Gefahren durch Plastikverschmutzung auf die Meere und uns Menschen eingegangen. Unterstützt wurde das Cleanup Event dieses Jahr außerdem von zahlreichen Akteuren wie Stand-Up Paddlern, die auf dem Wasser fleißig zugange waren, Tauchern, die die schweren Müllteile bargen sowie einem Metalldetektor, der auch unter dem Sand verborgenen metallischen Müll bergen konnte (Münzen, Modeschmuck usw.).

2025: Bildung und Engagement Hand in Hand
Auch in diesem Jahr werden die Strandabschnitte zwischen dem Ostsee Info-Center und der DLRG-Hauptwache in drei Sammel- und Sortierstationen aufgeteilt. Schülerinnen und Schüler werden mit Greifern, Handschuhen und Eimern ausgestattet, um Abfälle zu sammeln und diese anschließend in Kategorien auszuwerten. Unterstützt wird die Aktion durch ein begleitendes Bildungsprogramm, das die Gefahren von Plastikverschmutzung thematisiert und Handlungsmöglichkeiten aufzeigt. Teilnehmende können außerdem die Clean Swell App nutzen, um ihre Funde digital zu erfassen.

Rückblick 2024: 162 Kilogramm Müll in drei Stunden
Im vergangenen Jahr beteiligten sich rund 300 Schülerinnen und Schüler aus Eckernförde und Umgebung. Auf einer Strecke von 2,1 Kilometern und einer Fläche von knapp 59.000 m² wurden 162 Kilogramm Müll gesammelt. Mit Abstand am häufigsten fanden sich 2.359 Zigarettenstummel, daneben hunderte Verpackungen, Papiertüten, Flaschendeckel, Strohhalme, Hygienemüll und sogar ungewöhnliche Fundstücke wie ein Campingstuhl und eine Kokosnuss.
Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Aktion: Müll an der Küste ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern eine ernste Gefahr für Meerestiere und für die menschliche Gesundheit. Mikroplastik wurde bereits im Blut von Menschen
nachgewiesen.

Mit dabei waren 2025:

  • Taucherinnen und Taucher, die mit professioneller Ausrüstung das Hafenbecken von Müll befreien.
  • Die Fördekeks, ein Eckernförder SUP-Verleih, die auf dem Wasser Verpackungen und Kleinteile bergen.
  • Die Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde, die Ausrüstung, Container und ein
    Bildungsangebot zur Kreislaufwirtschaft bereitstellt.
  • Das Ostsee Info-Center, das mit Freiwilligen und FÖJlern Umweltbildung und
    Sortierhilfe leistet.
  • Zahlreiche Schulen aus Eckernförde und Umgebung, die mit hunderten Kindern und Jugendlichen tatkräftig anpacken.

Internationale Dimension
Der International Coastal Cleanup Day wird seit über 35 Jahren von Ocean Conservancy organisiert. Er ist die weltweit größte freiwillige Aktion gegen Meeresmüll. Die in Eckernförde erhobenen Daten fließen in diese internationale Datenbank ein, die entscheidend zu politischen Maßnahmen beigetragen hat – darunter das Verbot von Plastiktüten, Einweg-Schaumstoffbehältern oder das Abbrennen von Ballons bei Massenveranstaltungen.

Hier findet ihr unseren Bericht: https://bundesverband-meeresmuell.de/wp-content/uploads/2025/09/20250912_ICCD_Report_deutsch_englisch.pdf

Pressekontakt
Eckernförde Touristik und Marketing GmbH
Stephan Vollbehr – Veranstaltungsleitung
E-Mail: s.vollbehr@ostseebad-eckernfoerde.de
Bundesverband Meeresmüll e.V.
Thomas Wienemann – 2. Vorsitzender
Email: thomas.wienemann@bundesverband-meeresmüll.de

Beteiligte Akteure
Bundesverband Meeresmüll e.V.
Setzt sich für den Schutz der Meere vor anthropogener Verschmutzung ein, bündelt
Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft und organisiert den ICCD als
eines seiner wichtigsten Projekte.
Ocean Conservancy
Die US-amerikanische NGO mit Sitz in Washington D.C. ruft seit über 35 Jahren zum
International Coastal Cleanup auf und sammelt weltweit Daten zu Meeresmüll, die
direkt in politische Prozesse einfließen.
Eckernförde Touristik & Marketing GmbH
Organisiert gemeinsam mit dem BVMM die Veranstaltung, lädt Schulen ein, stellt
Equipment und unterstützt bei der Auswertung des gesammelten Mülls.
Ostsee Info-Center
Bietet Umweltbildungsprogramme am Strand und in der Ausstellung, unterstützt mit FÖJ-Freiwilligen bei Sortierung und Wissensvermittlung.
Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde (AWR)
Stellt Ausrüstung und Container bereit und informiert am eigenen Stand über Recycling, Abfallvermeidung und erneuerbare Energien.
Fördekeks – SUP-Schule Eckernförde
Sammelt Müll auf der Ostsee per Stand-Up-Paddle und sensibilisiert
Wassersportbegeisterte für Meeresschutz.
Deutsche Meeresstiftung
Bringt ihre Netzwerke aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft ein und stärkt mit
Bildungs- und Kommunikationsformaten das Bewusstsein für Meeres- und Klimaschutz.
Teilnehmende Schulen
Darunter das Berufsbildungszentrum Rendsburg-Eckernförde, die Schule am Noor usw..

Globales Plastikabkommen – Pressemitteilung

BOOM! Das globale Plastikabkommen ist krachend gescheitert.

Gewonnen hat die Öl- und Gaslobby zum Nachteil der gesamten Weltgemeinschaft und zum Nachteil unseres einzigen Planeten.

Für uns, die wir seit Jahren gegen die Vermüllung kämpfen, ist das Ergebnis der sechsten Verhandlungsrunde ein Schlag ins Gesicht. Wir waren dabei: kritisch, engagiert, hoffnungsvoll. Doch das Scheitern ist leider analog zu vielen anderen politischen Entscheidungen, die künftige Generationen mit immensen Aufwand wieder reparieren müssen, wenn es überhaupt je möglich ist?

Heißt das, Öl- und Gasstaaten dürfen jetzt ungestört weiter Milliarden verdienen – auf Kosten unserer Zukunft? Und in Deutschland wird die von der EU geforderte Plastiksteuer weiterhin auf die Allgemeinheit abgewälzt. Statt auf die verursachenden Unternehmen und eine Steuer auf das Rohöl aus dem Plastik gewonnen wird, scheint in weiter Ferne.

NEIN. Ob sie gewinnen, liegt allein an uns. Jeder Staat kann handeln. Jede Regierung kann die notwendigen Regeln setzen. Unternehmen wie beispielsweise die Marke „Frosch“ in Deutschland können Verantwortung übernehmen und wir alle können und müssen unser Verhalten ändern.

Deutschland und 69 weitere Länder haben sich bereits klar positioniert: weniger Plastikproduktion, Verbot gefährlicher Chemikalien, mehr Recycling. Dafür brauchen wir kein globales Abkommen. Europa kann vorangehen – wenn wir es ernst meinen.

Wir haben längst Quoten, Steuern und Zölle in anderen Bereichen. Warum nicht auch bei Plastik? Verantwortung muss bei den Produzenten und Importeuren liegen. Wer Müll schafft, muss zahlen – und zwar so, dass weniger Plastik entsteht und unsere Umwelt entlastet wird. Was fehlt, ist politischer Wille. Und genau da kommt es auf uns an: Druck machen, Lösungen aufzeigen, Regierungen erinnern.

Aufgeben ist keine Option. Die Öl- und Gaslobby gewinnt nur, wenn wir stillhalten und uns nicht alle zusammenhalten, wie beispielsweise in unserem Bundesverband

Was sind unsere nächsten Schritte?

  • Wir vernetzen uns weiter – digital, lokal, international.
  • Wir gehen in den direkten Dialog mit der Politik. Ein Brief an den Umweltminister ist in Arbeit – machst du mit?
  • Wir treiben die Verantwortung für Plastikmüll in Bundesgewässern voran. Unsere Petition liegt im Bundestag, parallel verhandeln wir mit Umweltjurist*innen.

Wir kämpfen jeden Tag, um die Welt besser zu machen. Jetzt heißt es: größer denken. Klarer handeln und unbedingt dranbleiben.

Denn am Ende entscheidet unser Handeln – nicht die Öl- und Gaslobby.

Runder Tisch Meeresmüll – Kommentar zur EU Pelletsverordnung

Wir nehmen regelmäßig am Runden Tisch Meeresmüll teil. Im Rahmen des letzten Treffens hat ebenfalls eines unserer Mitglieder seine Arbeit vorgestellt. Mehr dazu, sobald die wissenschaftliche Publikation veröffentlich ist.

Gleichzeitig wurden wir angefragt, ob wir an das Umweltbundesamt ein Feedback zur aktuellen EU Pellet-Verordnung und einer damit verbundenen Handreichung von OSPAR geben können. Haben wir selbstverständlich gemacht, wenn auch der Zeitpunkt etwas komsich erscheint. Hier unser kurzer Kommentar:

Unserer Informationen nach, war diese Woche der letzte geplante Trilog zur EU-Pelletverordnung. Der Text wird immer schwächer, wenn jetzt noch eine Runde stattfindet, wird vermutlich alles rausgenommen.

Wir bitten um die Berücksichtigung von folgenden Kommentaren:

  • Wir unterstützen nachdrücklich, dass die Ambitionen hoch gesteckt bleiben müssen. Solange alles auf freiwilliger Basis beruht, wird sich nichts ändern.
  • Für uns fehlen die drei wichtigsten Punkte: a) finanzielle Hersteller- und Transportverpflichtungen, b) die Beseitigung von verlorenen Pellets und c) die Produkte und Nutzung der Pellets.
  • Auf Seite 2 schreiben Sie: „Ziel der ‚OSPAR Recommendation 2021/06‘ ist die zeitnahe Etablierung von Präventionsstandards und unabhängigen Zertifizierungssystemen zur Vermeidung von Pelletverlust entlang der gesamten Wertschöpfungskette, unabhängig von der Größe der Unternehmen.“ Für uns ist es essenziell, dass auch die Herstellerverantwortung sowie die Beseitigung von Pelletverlusten – mindestens jedoch die finanzielle Unterstützung für bisherige und zukünftige Beseitigungsmaßnahmen – berücksichtigt werden. Um den bürokratischen Aufwand gering zu halten, könnte dies an die Produktions- und Transportmengen gekoppelt werden. Auf Seite 3 erwähnen Sie ebenfalls die Beseitigung. Ohne finanzielle Konsequenzen und regelmäßig durchgeführte Audits mit entsprechenden Sanktionen wird sich nichts ändern. Erst wenn Kosten entstehen, wird die Flut von Plastikmüll eingedämmt werden.
  • In der Regelung und auch in Ihrem Text wird ausschließlich die Produktion und der Transport von Pellets thematisiert. Wir glauben, dass hier eine wichtige Chance verpasst wird: Was passiert mit den Pellets nach ihrer Produktion? Es hat sich ein breiter Markt entwickelt, und zahlreiche Anwendungen existieren bereits. Auch hier sollte aktiv eingegriffen werden. Pellets werden beispielsweise bei Gehwegplatten oder Pflastersteinen verwendet, um ein Verkratzen zu vermeiden, oder zur Reinigung von Schiffen (eine moderne Alternative zum Sandstrahlen ist das sogenannte Pelletstrahlen). Solange die Nutzung der Pellets in solchen Anwendungsbereichen nicht geregelt wird, entstehen weiterhin Verluste. Wer Tonnen von Gehwegplatten verlegt, wird niemals jedes einzelne Pellet zurückholen. Dadurch gelangen erneut Tausende Pellets in die Umwelt.
  • Unsere Mitglieder finden Millionen von Kunststoffpellets entlang der Flüsse sowie an den Küsten von Nord- und Ostsee. Aktuell gibt es keine Industriebemühungen zur Beseitigung dieser Umweltverschmutzung.
  • In zahlreichen anderen Industrien wurde erfolgreich erreicht, dass kein Müll mehr in der Umwelt landet. Hieraus könnte man wertvolle Inspiration schöpfen.

Der Runde Tisch Meeresmüll unterstützt seit 2016 die Umsetzung nationaler Maßnahmen gegen Meeresmüll und dient als Informationsplattform aller relevanten Interessengruppen. Es nehmen rund 130 Expertinnen und Experten teil, z. B. aus Fischerei, Schifffahrt, Industrie (Kunststoff, Kosmetik, Reifen), Einzelhandel, Wissenschaft, Bildung, Tourismus, Umweltverbänden, Behörden, Politik und Kunst. Startseite | Runder Tisch Meeresmüll

Munitionsreste im Museum – Explosive Sonderausstellung

Seit kurzem und auch nur für limitierte Zeit könnt ihr unseren Film über unsere Munitionsfahrt im Museum für Regionalgeschichte der Gemeinde Scharbeutz und Umgebung (Lindenstraße 23, 23684 Scharbeutz-Pönitz, Startseite – Museum für Regionalgeschichte) bestaunen.

Zum Kriegsende vor 80 Jahren lagern in Deutschland noch unvorstellbare Mengen an Munition und Kampfstoffen. Es wird von den Alliierten beschlossen, diese in festgelegten Arealen in Nord- und Ostsee zu entsorgen. Die Lübecker Bucht wird für die Beseitigung herkömmlicher Waffen und Munition aus der britischen Besatzungszone ausgewählt, da sie durch die Nähe zu Lübeck eine schnelle Verklappung ermöglicht. Seitdem liegen etwa 300.000 Tonnen versenkter Waffen auf dem Boden der Ostsee. Diese Altlasten sind eine tickende Zeitbombe, denn die eisernen Behälter rosten und geben nach und nach ihre giftigen Inhaltsstoffe frei. 

Das Regionalmuseum thematisiert mit der Sonderausstellung die aktuelle Bergung der Munitionsaltlasten, dazu gehören die Methoden, mit denen die Munition aufgespürt und kartiert wird, die Bergungskonzepte, die Gefahren, die von den rostenden Waffen für Mensch und Tier ausgehen und die Geschichte der Munitionsverklappungen.

Neben unserem Film, gibt es weitere spannende Ausstellungsstücke. Zur eröffnenden Diskussionsveranstaltung waren wir natürlich auch vor Ort.

Mehr zum Thema und der Film hier: Munitionsaltlasten in Ost- und Nordsee – Bundesverband Meeresmüll e.V..

Stefan hat die Ausstellung wie folgt kommentiert: „Eine schöne, mit Liebe gemachte Ausstellung, die tolle Exponate vorweisen kann. Auch werden einige Geschichten hinter der Geschichte dargestellt, die so noch nicht bekannt waren. So ist z. B. Lübeck kurz nach dem Krieg nur knapp einer riesigen Katastrophe entgangen, als eine Bombe beim Verladen explodierte. Es waren auch einige Gäste aus Politik, Forschung und Wirtschaft dort, die die zukünftigen Aktionen in Sachen Munitionsbeseitigung beschrieben. Es scheint, das nach Jahrzehnten endlich Bewegung in die Sache kommt, auch wenn das eine Mammutaufgabe wird. Die Ausstellung ist auf alle Fälle uneingeschränkt zu empfehlen.“

Netzwerktreffen Clean Up

Am 19.3. fand unser Netzwerktreffen statt. Wir wollen gemeinsam am Thema Müll in der Natur, Meer und den Flüssen arbeiten. Hier der kleine Bericht, Informationen. Das nächste Treffen findet am 22. Mai statt. Anmeldung unter office@bundesverband-meeresmuell.de.

ich möchte mich ganz herzlich bei euch für das großartige Vernetzungstreffen am Mittwoch bedanken. Mit vielen neuen Impulsen und voller Energie bin ich in den Donnerstag gestartet! Leider gab es ein Problem mit der Einladung, und nicht alle konnten sie erhalten – das tut mir wirklich leid.

Unser nächstes Vernetzungstreffen findet am 22. Mai um 18:30 Uhr statt. Ich werde euch rechtzeitig eine ordentliche Einladung zukommen lassen (sie folgt noch). Bitte teilt die Einladung und die Informationen gerne in euren Netzwerken. Bei Rückfragen lasst uns unbedingt in Kontakt bleiben.

Es war wirklich inspirierend, mit euch zu sprechen! Gemeinsam können wir noch erfolgreicher sein, wenn wir unsere Kräfte bündeln, Ideen austauschen und füreinander einstehen – das macht nicht nur einen Unterschied, sondern auch viel mehr Spaß.

Anbei findet ihr die Präsentation als PDF vom Treffen:

Kennenlernrunde: Schon während der Vorstellungsrunde habe ich zwei spannende Ideen notiert, die ich unbedingt umsetzen möchte. Gurken-Eis werde ich allerdings wohl nicht ausprobieren (eine lustige Herausforderung, sein Lieblingsessen zu nennen).

Verantwortung für den Rhein und die Bundeswasserstraßen: Ich arbeite aktuell mit Juristen daran, einen Antrag für die Bundeswasserstraßen auszuarbeiten. Der Antrag für das Naturschutzgebiet liegt euch bei (in Word-Format). Auch wenn er nicht perfekt formuliert ist, hat er uns in Köln sehr geholfen. Wir haben zudem einen Antrag auf Zuschuss für unsere Clean-Ups gestellt – und damit erfolgreich eine fünfstellige Summe erhalten. Das Ziel ist es, die Unterstützung der Flächenbesitzer zu gewinnen. Sie müssen für ihre Flächen Verantwortung übernehmen, wie wir es bei unseren Grundstücken tun, und die langfristigen Kosten der Clean-Ups auf die Produkte umlegen.

EU-Grenzwert: 20 Teile auf 100 Metern Küste: Dieser Grenzwert definiert, was als unbedenklich für Mensch und Natur gilt. Wir möchten diesen Wert auch auf Flüsse übertragen. Dafür brauchen wir viele aktive Gruppen, die uns dabei unterstützen, diese Auswertungen auf 100 Metern durchzuführen. Eine Beschreibung, wie das genau funktioniert, liegt bei.

Monitoring- und Auswertungs-App von KRAKE e.V.: Während des Treffens wurde die App kurz vorgestellt. Falls ihr Zugriff darauf haben möchtet, meldet euch gerne bei uns. Mit den Daten können wir wirklich einen Unterschied machen.

Die Dokumente habe ich im Word-Format geteilt. Passt sie gerne an, verbessert sie nach euren Wünschen und teilt sie wieder mit mir!

Zum Schluss habe ich so viel geredet, dass kaum Zeit für weitere Themen blieb. Ich habe allerdings noch ein paar Dinge, die ich ansprechen könnte. Wenn ihr beim nächsten Treffen etwas vorstellen möchtet – sei es zu Clean-Ups, Projekten, Finanzierung oder anderen Themen –, lasst es mich wissen.

Wir sehen fantastisch aus und bleiben dran!

Kleiner Werbeblock: Der Bundesverband Meeresmüll will die verschiedenen Gruppen zusammenbringen und auf deutscher bzw. europäischer Ebene Politik gestalten. Selbstverständlich könnt ihr Mitglied werden, das geht auch als assoziiertes Mitglied (0 Euro Jahresmitgliedschaft) => Als Mitglied – Bundesverband Meeresmüll e.V.. Wichtig ist uns einfach die Vernetzung. Bringt gerne Ideen, wir werden die weiterspielen und gemeinsam entwickeln. Als nächstes werden wir der neuen „kleinen“ Koalition ein Forderungspapier schreiben. Je mehr wir sind, desto mehr  Gewicht haben wir. Und wie schon gesagt, wir können auch die juristische Werkzeugkiste anpacken 😊

Bei Fragen meldet euch.

one earth-one ocean (oeoo) und Baltic Diver Germany schließen Kooperation

Unsere MItgliedsorganisationen one earth-one ocean (oeoo) und Baltic Taucherei- und Bergungsbetrieb Rostock GmbH (Baltic Diver Germany) werden ab 2025 gemeinsam professionell Geisternetze in der Ostsee lokalisieren, dokumentieren und bergen. Dies haben Günther Bonin (oeoo) und Eyk-Uwe Pap (Baltic Diver) in der vergangenen Woche in Rostock vereinbart.

Geisternetze sind zu Tausenden verloren gegangene oder aufgegebene Fischernetze und Leinen. Sie stellen nicht nur eine Todesfalle für Meeressäuger, Fische, Seevögel und Weichtiere dar, sondern zersetzen sich im Laufe der Zeit zu Mikroplastik. Zudem lagern sich auf den Plastikpartikeln Giftstoffe ab, die erhebliche Auswirkungen auf marine Ökosysteme haben und schließlich in die menschliche Nahrungskette gelangen können. Gemeinsam werden die Partner Geisternetze auch aus größeren Tiefen der Ostsee bergen können.

oeoo-Gründer Günther Bonin kommentiert: „Mit Baltic Diver haben wir den idealen Partner im Kampf gegen Geisternetze gefunden. Diese Taucher sind absolute Vollprofis, die Besten der Besten. Es gibt nichts, was diese Jungs nicht bergen können. Für uns ist das ein bedeutender Fortschritt.“

Baltic Diver Germany ist ein international agierendes Familienunternehmen mit Sitz in Rostock, das seit 33 Jahren über 10.000 Unterwasser-Projekte weltweit erfolgreich abgewickelt hat. Es führt einen Taucher-Lehrbetrieb und ist der größte Unterwasser-Roboter Betreiber Deutschlands. Referenzen von mehr als 600 Bergungsoperationen kann das Unternehmen vorweisen, darunter Schiffe, Wracks, Öl, Munition, Geisternetze, alte Seekabel, Müll uvm. Gegründet wurde Baltic Diver 1993 von den Brüdern Eyk-Uwe und Jens Pap, die das Unternehmen bis heute als General Manager führen.

Mehr Informationen auf Gemeinsam gegen Geisternetze – One Earth – One Ocean e. V. und Baltic Sea Ghost Nets | Baltic Sea Conservation Foundation.

Coastal CleanUp Day in Eckernförde 2024

Sensationelle 335 Schülerinnen und Schüler, eine SUP Schule und weite Freiwillige haben am vergangenen Freitag den 13.9.2024 beim beach cleanup in Eckernförde unter dem Dach von ocean conservancy teilgenommen.

Danke auch an die Kieler Nachrichten für die tolle Berichterstattung.

Hier unser Abschlussbericht zur tollen Aktion.

10. Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Meeresmüll e.V.

Am Donnerstag, den 1. August 2024 von 15 bis 17 Uhr hatten wir unsere hybride Mitgliederjahreshauptversammlung. Wir hatten tolle Gespräche und einen wichtigen Austausch bei dem schon wieder neue Ideen entstanden sind. Wir haben einen neuen zweiten Vorsitzenden (Thomas Wienemann) und einen neuen Schriftführer (Nicolas Schweigert) gewählt. Hiermit bedanekn wir uns beim bisherigen zweiten Vorstand und bei unserem Schriftführer. Vielen Dank für eure Arbeit! Wir freuen uns schon heute über ein weiteres aktives Jahr.

Tagesordnung der 10. ordentlichen Mitgliederjahreshauptversammlung

Auftakt/Keynote: Vortrag von Herrn Prof. Dr. habil. Christian Laforsch, Universität Bayreuth, Sprecher Sonderforschungsbereich Mikroplastik, „Aktuelles aus der Plastikmeeresmüll-Forschung“

Beginn der ordentlichen Mitgliederjahreshauptversammlung für das Geschäftsjahr 2023:

TOP 01:            Eröffnung, Begrüßung, satzungsgemäße Einberufung sowie Feststellung der Beschlussfähigkeit durch den Vorsitzenden

TOP 02:            Genehmigung des Protokolls der Mitgliederjahreshauptversammlung für das Geschäftsjahr 2022 vom 30.05.2023

TOP 03:            Bericht des Vorsitzenden – Jahrestätigkeitsbericht 2023

TOP 04:            Bericht des Rechnungsführers

TOP 05:            Bericht der Rechnungsprüfer*innen

TOP 06:            Aussprache zu den Berichten und Entlastung des Vorstands

TOP 07:            Neuwahl des 2. Vorsitzenden, des Rechnungsführers sowie des Schriftführers

                            Für die Mitarbeit im Vorstand bewerben sich zudem die Herren Thomas Wienemann, Hamburg (Ocean Material), sowie Nicolas Schweigert, Köln (K.R.A.K.E. e.V.). Beide sind aktiv im Meeresschutz unterwegs. Kurzprofile der Kandidaten fügen wir Ihnen als Anlage bei.                           

TOP 08:            Bestellung von zwei Rechnungsprüfer*innen

TOP 09:            Schwerpunkte der weiteren Verbandsarbeit, insbesondere der durchzuführenden eigenen Projekte und Kooperationen mit anderen Akteuren. Die politische Arbeit soll auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene deutlich forciert werden.

TOP 10:            Verschiedenes