Mach mit: Coastal Cleanup am 16. und 17. Sept.16 an der Kieler Förde und in Hamburg

Der Bundesverband Meeresmüll e.V. wird sich beim diesjährigen Coastal Cleanup am 16. und 17.9.2016 erneut aktiv beteiligen. Der Coastal Cleanup Day ist wichtig für die Bewusstseinsbildung bereits im Kindesalter.

Coastal Cleanup an der Kieler Förde am Freitag 16. September 2016 um 09.00 h

Wie im vergangenen Jahr, wird der Bundesverband Meeresmüll e.V. unter der Leitung unseres Vorstandsmitglieds Hans Reimer Witt in Zusammenarbeit mit der Kieler Forschungswerkstatt der Universität Kiel mit Schülern und Jugendlichen den Strandabschnitt am Bülker Leuchtturm absammeln. Im vergangenen Jahr wurden in diesem Bereich rund 50 kg Müll zusammengetragen, der von den Helfern sortiert und analysiert wurde.

In Kiel ist der Treffpunkt von 9-13 Uhr am Bülker Leuchtturm (Kieler Außenförde) unter Leitung von Hans Reimer Witt (hrwitt@kabelmail.de). Seien auch Sie dabei und kommen Sie an den Strand.

Hier mehr Informationen oder unter

Coastal Cleanup am Freitag, dem 16.9.2016 an der Kieler Förde

In Hamburg findet der Strandmüllsammeltag in Övelgönne statt und wird vom Meereschutzverein DEEPWAVE e.V. durchgeführt. Das große Sammeln startet am Samstag, 17. September 2016, um 15 Uhr am Övelgönner Museumshafen (Bus 112 von Altona oder Fähren von Landungsbrücken sowie von Finkenwerder). Von hier beginnend, arbeiten wir uns hoch zur „Strandperle“ und evtl. weiter bis Teufelsbrück. Denken Sie bitte an feste Kleidung.

Hier mehr Informationen oder unter

https://deepwaveblog.wordpress.com/2016/08/25/hamburg-elbe-beach-clean-up-17-9-2016/

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Impulsreferate „Handlungsbedarf beim Umgang mit Plastikmüll“

Liebe Freude und Interessierte des Bundesverbandes Meeresmüll e.V.,

im Namen des Vorstandes möchten wir Sie am Rande unserer Jahreshauptversammlung

am Montag, den 2. Mai in der Zeit von 15 bis 18:30 Uhr im EPEA Showroom, Schauenburger Str. 61, 20457 Hamburg

zu zwei Impulsreferaten zum Thema:

„Dringender Handlungsbedarf beim Umgang mit Plastikmüll“

mit Prof. Dr. Michael Braungart (Cradle to Cradle Initiative, Hamburg) und Michael Carus (Nova Institut in Köln bekannt durch die Plastik Müllkonferenzen) herzlich einladen.

Bei der anschließenden gemeinsamen Diskussion wollen wir die inhaltliche und politisch nötige Stoßrichtung des Verbandes für das kommende Jahre besprechen und uns danach zu Projekten zum Thema beim gemeinsamen Networking austauschen.

Agenda Montag, den 2. Mai 2016:

15.00 – 15.30 Impulsreferate, anschließend
15.30 – 16.00 moderiertes Podiumsgespräch
16.00 bis 17.00 Uhr Diskussion
17.00 bis 18.30 Uhr „Get Together“ mit kleinem nachhaltigem Imbiss

Die Veranstaltung ist öffentlich und Gäste und potenzielle Mitglieder sind herzlich willkommen. Alle Mitglieder und Gäste können gerne Poster und Info Material über ihre Projekte zur gemeinsamen Diskussion mitbringen.

Thema einer Master-Arbeit zu vergeben

Zur Intensivierung der inhaltlichen Arbeit unseres Verbandes beabsichtigen wir mit freundlicher Unterstützung unseres Mitgliedes „Deutsche See“ eine Master-Arbeit mit dem folgenden Inhalt zu vergeben und würden uns freuen, wenn diese Information in den Netzwerken verbreitet würde damit sich zeitnah geeignete Personen bei uns bewerben können:

„Der Bundesverband Meeresmüll e.V. sucht für die Identifikation von dringend notwendigen Handlungsfeldern im Bereich des Themas Plastikmüll in Gewässern nach einem Studenten(in), der über dieses Thema seine Master Arbeit in Kooperation mit einer Universität verfassen möchte. Aussagekräftige Bewerbung mit einer realistischen Honorarvorstellung bitte an den Bundesverband Meeresmüll e.V.“

Über einen kurzen Hinweis ob wir mit Eurem Kommen rechnen dürfen, würden wir uns sehr freuen.

Viele Grüße aus dem Hamburger Hafen
im Namen des Vorstandes

Frank Schweikert

App gibt Aufschluss über Mikroplastik

Die meisten Verbraucher würden gerne auf Mikroplastik in ihren Pflegeprodukten verzichten, doch woran erkennt man, ob synthetische Partikel enthalten sind? In Deutschland gibt es bisher keine Pflicht zur Deklaration, in der Inhaltsliste können die Kunststoffe unter kryptischen Bezeichnungen kaschiert werden. Wie immer ist der Verbraucher machtlos… .

Aber nur bisher. Denn nun gibt es dafür eine App: Beat the Microbead. Nachdem zwei holländische Organisationen diese Software entwickelt haben, ist sie nun auch in Deutschland erhältlich. Und Sie funktioniert ganz einfach: Der Benutzer wählt sein Land aus, scannt den Barcode des Produkts und über eine Ampel-Skala wird ihm angezeigt, ob dieses Produkt Mikroplastik enthält.

Zum Download der App geht es hier

Im Folgenden die ausführlichen Erklärungen des Herstellers.

Die Verwendung von Microbeads muss schnell beendet werden

Tausende Kosmetikprodukte auf der ganzen Welt beinhalten winzige Plastik Partikel. Diese Microbeads, die mit bloßem Auge nicht oder nur kaum identifizierbar sind, gelangen über den Abfluss in die Kanalisation. Kläranlagen sind nicht entsprechend ausgerüstet um diese Microbeads aus Abwässern zu filtern, wodurch sie erheblich zur Plastic Soup (Ansammlung von Mikroplastik im Meer) beitragen. Meerestiere nehmen diese Microbeads auf. Über die Nahrungskette gelangen Microbeads letzten Endes auch bei uns Menschen auf dem Teller. Microbeads werden in der Natur nicht abgebaut. Wenn sie erst unkontrolliert in die Umwelt gelangt sind, wird es unmöglich sie daraus wieder zu entfernen.

Inzwischen werden Microbeads immer weniger in Kosmetikprodukten verwendet und durch natürlich abbaubare Alternativen ersetzt. Aber noch lange nicht alle Kosmetikprodukte sind frei von Microbeads.

Die App, jetzt international

Zwei niederländische NGOs, Stichting De Noordzee und Plastic Soup Foundation haben im Rahmen ihrer Kampagne Beat the Microbead in 2012 eine App eingeführt. Mit dieser App können Verbraucher niederländische Kosmetikprodukte scannen. Die App zeigt, ob dem Produkt Microbeads zugefügt wurden. Im Sommer 2013 beauftragten UNEP und die Englische NGO Fauna & Flora International die Initiatoren, diese App für den internationalen Gebrauch weiter zu entwickeln.

Wie benutze ich die App?

Wählen Sie Ihr Land. Scannen Sie mit Ihrem Smartphone den Barcode des Kosmetikprodukts. Die App zeigt Ihnen, anhand einer Farbkodierung, ob in dem Produkt Microbeads verarbeitet wurden.

Rot: Dieses Produkt enthält Microbeads;

Orange: Dieses Produkt enthält noch Microbeads, der Hersteller hat aber angegeben, das Produkt zu ersetzen oder zu ändern;

Grün: dieses Produkt ist frei von Microbeads.

Titelbild: (c) Kigoo Images/Pixelio 

Seekuh erforscht und reinigt Meere

BVMM-Partner One Earth – One Ocean startet immer wieder spannende innovative Projekte. Eines der neuesten Vorhaben ist eine einzigartige „Seekuh“, die die Meere erforscht und gleichzeitig reinigt:

Konstruktionszeichnungen sind fertig. Der GL schaut sich nun die Pläne für die internationale Zertifikation an. Die Seekuh ist einmalig: sie kann vorne Müll einsammeln und hinten mit Hilfe von Feinsieben Wasseruntersuchungen durchführen. Modular aufgebaut kann sie in einem Container verschickt innerhalb kurzer Zeit eingesetzt werden. 150.000 € haben wir schon- es fehlen noch ca. 70.000 €. Die Seekuh soll noch in 2014 in der Ostsee und 2015 im Mittelmeer  zur Reinigung und Forschung eingesetzt werden. Alle Spender werden, wenn gewünscht, am Ende des Baues genannt.

Titelbild: (c) One Earth – One Ocean