Neue UMSICHT-Studie zu Mikroplastik und synthetischen Polymeren in Kosmetika und Reinigungsmitteln

In Deutschland gelangen jährlich 977 Tonnen Mikroplastik und 46.900 Tonnen gelöste Polymere aus Kosmetikprodukten, Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln ins Abwasser – so das Ergebnis der kürzlich veröffentlichen Studie „Mikroplastik und synthetische Polymere in Kosmetikprodukten, Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln“ des Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT im Auftrag des NABU. Da Kläranlagen diese Inhaltsstoffe nicht vollständig abfangen können, gelangt Mikroplastik trotz Abwasserreinigung in die Gewässer. Zudem gelangen auch zurückgehaltene synthetische Polymere über den Klärschlamm auf landwirtschaftliche Flächen

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller fordert deshalb ein EU-Verbot von Mikroplastik in Kosmetik und Reinigungsmitteln. Auch andere Organisationen haben sich bereits für ein solches Verbot ausgesprochen, so die Deutsche Umwelthilfe in ihrer „Plastikstrategie für Deutschland„.

Jürgen Bertling – für die Studie verantwortlicher Wissenschaftler am Fraunhofer UMSICHT – weist zudem darauf hin, dass auch schwer abbaubare wasserlösliche Polymere über die europäische Chemikaliengesetzgebung reguliert werden müssen, da die Risiken für die Umwelt nicht abzuschätzen sind.

Mikroplastik stellt eine Gefahr für Gewässer und Meere dar und wurde bereits in Krebsen, Muscheln und Fischen nachgewiesen.

Bei der Vermeidung von Kosmetika mit Mikroplastik und anderen Kunststoffen hilft der BUND-Einkaufsratgeber.

Quellen und mehr zum Thema:

https://www.nabu.de/news/2018/10/25218.html

https://www.presseportal.de/pm/6347/4079683

https://www.duh.de/projekte/plastikstrategie/

https://www.bund.net/meere/mikroplastik/hintergrund/

 

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