„The Ocean Cleanup“ nimmt ein vorläufiges Ende – müssen wir doch selber ran?

(c) 2019 Vimeo, Inc.

Der  Niederländer Boyan Slat wollte mit seinem „The Ocean Cleanup“-Projekt die Ozeane von Plastikmüll säubern. Für knapp drei Monaten war die Anlage – eine gigantische Rohrkonstruktion – nun im Nordpazifischen Wirbel unterwegs und sollte dort bei ihrem ersten großen Einsatz den herumtreibenden Müll fischen. Jetzt ist sie kaputt und wurde wieder an Land gebracht. Tina Baier kommentiert in der Süddeutschen Zeitung: „Es kommt kein Held, der unsere Probleme löst. Wir müssen es selbst tun“… (Baier, Tina: Vor dem Plastikmüll rettet uns niemand, in: SZ.de, 04.01.2019).

Quellen und mehr zum Thema:

https://www.sueddeutsche.de/wissen/plastik-ocean-cleanup-boyan-slat-meere-plastikmuell-mikroplastik-1.4274339

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2019-01/the-ocean-cleanup-plastikmuell-pazifik-saeuberung-beschaedigt.

 

 

 

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Wir trauern um Dirk Lindenau

Unser Gründungs- und langjähriges Vorstandsmitglied Dirk Lindenau ist in der Nacht zum Dienstag nach kurzer und schwerer Krankheit für immer eingeschlafen. Unser Vorstandsmitglied Hans Reimer Witt hat ihn bis zu seinem Tod liebevoll begleitet.
Wir danken Dirk für seine immense Arbeit, die er gerade in der nicht ganz einfachen Gründungsphase geleistet hat und für die vielen konstruktiven Anregungen und Vorschläge, die er in die Arbeit des Bundesverbandes als erfahrener Unternehmer eingebracht hat – nicht zuletzt auch für die Etablierung des gemeinsamen Coastal Cleanup Day in Eckernförde, den wir selbstverständlich in seinem und unserem Sinne weiterführen werden.
Dirk war ein sehr liebenswerter und sehr geschätzter Kollege, dem es stets um die Sache ging und wir danken ihm für sein großartiges Engagement für den Verband und die zahlreichen Kontakte die er in die Wirtschaft und Politik in unserem gemeinsamen Sinne geknüpft hat – auch in extrem schwierigen Zeiten. In unserer gemeinsamen Vorstandsarbeit war Dirk immer ein Mann der klaren und konstruktiven Worte und ein Felsen im Sturm der Plastikmüll-Brandung, um diese wichtige Arbeit gegen die Vermüllung unserer Meere zu bündeln und konkret sichtbar werden zu lassen.
Der Vorstand wird Dirk mit seiner durchdringenden und aufrichtigen Art stets in guter Erinnerung behalten und wir wünschen ihm bei der Navigation auf seinen Reisen im Jenseits alles Gute.
Im Namen des Vorstandes und der Mitarbeiterin

Frank Schweikert

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Projekt Plarimar

Plarimar steht für PLAstic in RIvers and the MArine Realm. Es handelt sich um ein innovatives Projekt, dass sich die Erforschung deutscher Binnen- und Küstengewässer auf Verschmutzung durch Plastikmüll zum Ziel gesetzt hat. Inbesondere galt es, die Gesellschaft auf das bestehende Problem aufmerksam zu machen und Suchen nach Lösungswegen anzustoßen.

Plarimar Projekt
Junge Wissenschaftler untertsuchen Wasserproben unter Anleitung von Dr. Sandra Schöttner (o.l.)

Über das Projekt

Gemeinsam mit YOUMARES (YOUng MArine RESearchers and engineers), dem größten Netzwerk junger Wissenschaftlern im Bereich der marinen Biologie und dem marinen Ingenieurswesen der Deutschen Gesellschaft für Meeresforschung, Jonas Preine, dem Gewinner des Meereswettbewerbs und Jugend Forscht zum Thema Plastikmüll 2012 und nationalen sowie internationalen Wissenschaftlern rief ALDEBARAN Marine Research & Broadcast ein großes und vielseitiges Plastikmüll-Pilotprojekt ins Leben.

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Junge Wissenschaftler waren in der Zeit vom 29. August bis zum 20. September 2013 auf dem Weg vom Tag der offenen Tür der Bundesregierung in Berlin zur YOUMARES-Konferenz 2013 in Oldenburg in der Nordsee, Elbe und der Weser nach  unterschiedlichen Formen von Plastikmüll forschen. Mit dem Projekt soll insbesondere eine zivilgesellschaftliche Bewegung zur Lösung des Plastikmüllproblems angestoßen werden.

Während des einmonatigen Pilot-Projektes sollen Daten über den Belastungszustand verschiedener Ökosysteme mit Mikro- und Makroplastik-Partikeln in deutschen Küstengewässern und Flüssen erhoben sowie verschiedene Probentechniken getestet werden. In den kommenden 5 Jahren soll sich ein gefördertes Projekt mit erfahrenen Projektpartnern anschließen. Mit dem  Forschungs- und Medienschiff ALDEBARAN steht eine bewährte Forschungs- und Kommunikations-Plattform zur Verfügung, die sowohl in Küstengewässern wie auch auf Flüssen eingesetzt werden kann.

Ziele

1. Die Gewinnung von aktuellen Daten über den Belastungszustand verschiedener Ökosysteme mit Mikro- und Makroplastik-Partikeln in deutschen Flüssen und Küsten-Gewässern. Dabei spielt die Ermittlung der Identität, Größe, Anzahl, Verteilung und bestenfalls auch die Herkunft der Partikel die zentrale Rolle.

2. Die mediale Aufbereitung der Studie um mit den aktuellen Ergebnissen an die Öffentlichkeit heranzutreten und damit eine zivil-gesellschaftliche Bewegung zur Lösung der Problematik in Gang zu bringen.

Zwischenbilanz: In allen Proben Plastikmüll gefunden

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Mit einem speziellen Fanggerät war das sechsköpfige, internationale Wissenschaftlerteam auf Spree, Havel, Elbe, Weser und Hunte sowie im Wattenmeer unterwegs und sammelte an knapp 30 verschiedenen Stationen Proben aus unterschiedlicher Tiefe, um den Grad der Plastikverschmutzung in unseren Flüssen und an der Küste herauszufinden.Da noch weitgehend unklar ist, wie viel Plastikmüll und assoziierte Schadstoffe in Flüssen und Meeren wieder in die menschliche Nahrungskette gelangt, ist dringender Forschungsbedarf notwendig.

„Winzige, für das Auge nicht erkennbare Plastikpartikel, beispielsweise Mikroperlen aus Kosmetikprodukten, Fleecefasern aus dem Abwasser von Waschmaschinen, oder auch verwitterte, in kleine Fragmente zerfallene Plastiktüten, können unter anderem deswegen so gefährlich sein, weil sie auf ihrer Reise durch die Gewässer Schadstoffe an sich binden und aufkonzentrieren“, so Dr. Sandra Schöttner von der Universität Bergen, leitende Wissenschaftlerin des Pilotprojektes: „Ein Großteil des Plastikmülls aus Flüssen gelangt letztendlich ins Meer. Dort ist er nicht nur für zahlreiche Meerestiere tödlich, sondern erreicht auch wieder uns Menschen über die Nahrungskette“.

Während des einmonatigen Pilot-Projektes wurden deshalb Daten über den Belastungszustand verschiedener Ökosysteme mit Mikro- und Makroplastik-Partikeln erhoben, sowie verschiedene Probennahmetechniken getestet.

Unsere Aktivitäten 2016 und 2015

Das Jahr 2016 war für den Bundesverband Meeresmüll im Rahmen unserer Möglichkeiten ein sehr erfolgreiches Jahr. Wir konnten bei und mit zahlreichen Veranstaltungen unseren kleinen, wachsenden Verband mit unserem wichtigen und derzeit sehr populären Anliegen in das öffentliche Bewusstsein rücken.

Unseren Jahresbericht 2016 mit den Aktivitäten des Bundesverbands Meeresmüll könnten Sie hier als pdf-Dokument herunterladen (1,6 MB) und durchlesen: Bundesverband_Meeresmuell_Jahresbericht_2016.pdf

Ganz unerwartet ist unser sehr geschätzter Vorstandskollege Dr. Onno Groß bei einem Verkehrsunfall am 3. Oktober in Budapest beim Besuch einer Meeresmüllveranstaltung verstorben. Wir danken Onno für seinen unermüdlichen Einsatz für die Meere. Er wird uns für immer in bester Erinnerung bleiben.

Statement und Aktiväten 2015

Das Thema Meeresmüll stellt neben der Klimathematik ein besonders kritisches globales Problem dar. Zu wenige Entscheidungsträger aus der Meeresszene beteiligten sich an einer der zahlreichen Diskussionen zu diesem Thema anlässlich des Klimagipfels in Paris. Alle Blicke waren auf Deutschland gerichtet, aber weder die Politik, noch die Wissenschaft und nur wenige NGOs waren in Paris zu dem Thema Meeresmüll vertreten.

Als Bundesverband haben wir die bedeutende Chance, dieses Thema national wie international aufzugreifen und uns stark zu machen und zu vernetzen. Die Zeit ist gekommen, aber sie drängt. Es gibt eine Reihe von Lösungsansätzen für das Problem Meeresmüll. Doch bisher arbeiten Politik und Wirtschaft, Organisationen und Bürger noch zu sehr unabhängig voneinander. Dabei gilt es, die Problematik Meeresmüll gemeinsam anzupacken. Ebenso muss das Bewusstsein der Bürger durch Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und der Bildung (Aufklärung) gefördert werden.

Unseren Jahresbericht 2015 mit den Aktivitäten des Bundesverbands Meeresmüll könnten Sie hier als pdf-Dokument herunterladen (9 MB) und durchlesen:
Bundesverband_Meeresmuell_Jahresbericht_2015.pdf

Die Voraussetzungen sind nach über einem Jahr administrativer Vorbereitung geschaffen und wir als Bundesverband Meeresmüll e.V. sollten jetzt die Chance wahrnehmen, um an einem gemeinsamen Tisch zusammen mit Wissenschaft, Industrie und Zivilgesellschaft eines der wichtigsten und gleichzeitig ein gut lösbares Problem gemeinsam anzugehen.

BVMM-Aktivitäten 2017 und 2018

2017 war für unseren Bundesverband Meeresmüll e.V. im Rahmen seiner Möglichkeiten wieder ein erfolgreiches Jahr, in dem wir unseren kleinen, wachsenden Verband bei und mit einigen Veranstaltungen bezüglich unseres wichtigen, stetig populärer werdenden Anliegens weiter in das öffentliche Bewusstsein rücken konnten.

Neben zahlreichen Gesprächen und Aktivitäten, die der laufenden Öffentlichkeitsarbeit zuzuordnen sind, hat der Verband sich verschiedenen Veranstaltungen engagiert wie der Wassersportmesse boot Düsseldorf, dem Runden Tisch Meeresmüll und der UN-Umweltversammlung in Nairobi. In Eckernförde war der Verband vertreten bei den Gesprächen zum Wohlstandsmüll im Meer sowie an der Etablierung einer regelmäßigen Aktion des International Coastal Cleanup Day vor Ort beteiligt.

Auch in 2018 führte der Bundesverband zusammen mit der städtischen Marketing- & Tourismusgesellschaft Eckernförde zum wiederholten Male den Coastal Cleanup Day in Eckernförde durch und war im Rahmen eines Gemeinschaftsstandes auf der Nachhaltigkeitsinitiative „love your ocean“ auf der maritimen Messe „boot“ in Düsseldorf u.a. mit einer Kinderrallye präsent. Als besonderer Erfolg war in diesem Jahr die Initiierung einer Kampagne zum Thema Plastik/Mikroplastik mit bundesweit agierenden Umweltorganisationen und -verbänden zu verzeichnen, auf die der Bundesverband lange Zeit hingearbeitet hatte. Unsere Vorstandsmitglieder waren zudem u.a. beim Runden Tisch Meeresmüll, der 10. Hamburger Klimawoche, der Our Ocean Conference in Bali und der 24. UN-Klimakonferenz in Katowice dabei und konnten diese Events zum Aufbau wichtiger Kontakte und für den Austausch von Informationen und Erkenntnissen rund um das Thema Meeresschutz nutzen. Im Rahmen des Bildungsprogramms der 10. Hamburger Klimawoche bot der Bundesverband zudem den Workshop „Plastikmüll im Meer verhindern – wir brauchen völlig neue Formen für Lebenswelten und Lernen!“ an.

Unseren Jahresbericht 2017 und 2018 mit den Aktivitäten des Bundesverbands Meeresmüll können Sie sich hier als pdf-Dokument herunterladen:

Bundesverband Meeresmüll Jahresbericht 2017 (2,2 MB)

Bundesverband Meeresmüll Jahresbericht 2018 (1,1 MB)

EU-Parlament stimmt für Verbot von Einwegplastik

 

Heute, am Mittwoch, 24.10.2018, stimmten die Abgeordneten des EU-Parlaments über das Verbot von Wegwerfprodukten aus Plastik ab. Dies soll die Meere Schützen. Das Abstimmungsergebnis: bis 2021 soll das Verbot von Produkten wie Trinkhalme, Einweggeschirr und Wattestäbchen durchgesetzt werden. Zudem sollen die EU-Mitgliedsstaaten die Auflage bekommen bis 2025 durchzusetzen, dass 90 Prozent aller Einwegflaschen recyclet werden.

Im nächsten Schritt müssen nun die einzelnen Länder dem Verbot zustimmen. Sodann können die Verhandlungen zwischen Europaparlament, EU-Kommission und den Mitgliedsstaaten beginnen, damit das Verbot fristgerecht in Kraft treten kann.

Quellen und mehr zum Thema:

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/eu-verbot-plastik-1.4183718

https://www.tagesschau.de/ausland/plastikmuell-133.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/plastikmuell-eu-parlament-stimmt-fuer-verbot-von-wegwerfprodukten-a-1234920.html

Neue UMSICHT-Studie zu Mikroplastik und synthetischen Polymeren in Kosmetika und Reinigungsmitteln

In Deutschland gelangen jährlich 977 Tonnen Mikroplastik und 46.900 Tonnen gelöste Polymere aus Kosmetikprodukten, Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln ins Abwasser – so das Ergebnis der kürzlich veröffentlichen Studie „Mikroplastik und synthetische Polymere in Kosmetikprodukten, Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln“ des Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT im Auftrag des NABU. Da Kläranlagen diese Inhaltsstoffe nicht vollständig abfangen können, gelangt Mikroplastik trotz Abwasserreinigung in die Gewässer. Zudem gelangen auch zurückgehaltene synthetische Polymere über den Klärschlamm auf landwirtschaftliche Flächen

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller fordert deshalb ein EU-Verbot von Mikroplastik in Kosmetik und Reinigungsmitteln. Auch andere Organisationen haben sich bereits für ein solches Verbot ausgesprochen, so die Deutsche Umwelthilfe in ihrer „Plastikstrategie für Deutschland„.

Jürgen Bertling – für die Studie verantwortlicher Wissenschaftler am Fraunhofer UMSICHT – weist zudem darauf hin, dass auch schwer abbaubare wasserlösliche Polymere über die europäische Chemikaliengesetzgebung reguliert werden müssen, da die Risiken für die Umwelt nicht abzuschätzen sind.

Mikroplastik stellt eine Gefahr für Gewässer und Meere dar und wurde bereits in Krebsen, Muscheln und Fischen nachgewiesen.

Bei der Vermeidung von Kosmetika mit Mikroplastik und anderen Kunststoffen hilft der BUND-Einkaufsratgeber.

Quellen und mehr zum Thema:

https://www.nabu.de/news/2018/10/25218.html

https://www.presseportal.de/pm/6347/4079683

https://www.duh.de/projekte/plastikstrategie/

https://www.bund.net/meere/mikroplastik/hintergrund/

 

Jahresbericht 2016 des Bundesverbands Meeresmüll

Strandmüll Spiekeroog

Liebe Mitglieder und Freunde,

das Jahr 2016 war für den Bundesverband Meeresmüll im Rahmen unserer Möglichkeiten ein sehr erfolgreiches Jahr. Wir konnten bei und mit zahlreichen Veranstaltungen unseren kleinen, wachsenden Verband mit unserem wichtigen und derzeit sehr populären Anliegen in das öffentliche Bewusstsein rücken.

Unseren Jahresbericht 2016 mit den Aktivitäten des Bundesverbands Meeresmüll könnten Sie hier als pdf-Dokument herunterladen (1,6 MB) und durchlesen: Bundesverband_Meeresmuell_Jahresbericht_2016.pdf

Ganz unerwartet ist unser sehr geschätzter Vorstandskollege Dr. Onno Groß bei einem Verkehrsunfall am 3. Oktober in Budapest beim Besuch einer Meeresmüllveranstaltung verstorben. Wir danken Onno für seinen unermüdlichen Einsatz für die Meere. Er wird uns für immer in bester Erinnerung bleiben.

Viele Grüße
Frank Schweikert, Dirk Lindenau, Hans-Reimer Witt
für den Vorstand des Bundesverbandes Meeresmüll

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