Für saubere Ozeane ohne Plastikmüll: Mitmachen beim World Water Run

(c) Andreas Grenacher

Der “Wert des Wassers” ist in diesem Jahr am 22. März das Motto des Weltwassertages, zu dem die Vereinten Nationen aufrufen. Es wirft die Frage auf, was bedeutet Wasser für dich und wie sollten wir damit umgehen?

Das Team von Bundesverband Meeresmüll-Mitglied Bye Bye Plastik Sylt nimmt an dem 7-tägigen virtuellen Lauf um die Welt (World Water Run) teil und möchte damit den Dialog über den Wert von sauberem Wasser für alle anregen.

Beim World Water Run zwischen dem 16. und 22. März soll gemeinsam mit allen Teilnehmenden eine Strecke von insgesamt 40075 Kilometer (als praktisch einmal um die Welt) erreicht werden. Deutschlandweit sind alle Interessierten herzlich dazu eingeladen, am virtuellen World Water Run teilzunehmen und bei diesem wichtigen Thema mitzuhelfen. Aufgrund der aktuellen Corona-Bestimmungen dürfen derzeit leider keine aktiven Veranstaltungen stattfinden.

Das Team von Bye Bye Plastik Sylt wird mit einem Fünf-Kilometer-Lauf von Strand Dikjen Deel bis zur Westerländer Strandpromenade symbolisch zu diesem Lauf um die Welt beitragen, um damit zu bekräftigen, dass saubere Ozeane ohne Plastikmüll wichtig für uns alle ist. 

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Seit der Pandemie erzeugen wir mehr Müll

Dies fand eine internationale Studie, an der insgesamt 23 Länder beteiligt waren heraus. Koordinierte wurde die Studie von Prof. Dr. Dr. Walter Leal, Leiter des Forschungs- und Transferzentrum „Nachhaltigkeit und Klimafolgenmanagement” an der HAW Hamburg.

Analysiert wurden der Konsumverbrauch und das Abfallaufkommen seit der COVID-19-Pandemie. Es zeigte sich, dass sich die Gewohnheiten von Verbrauchern während der Pandemie verändert hatten. Die Lockdowns führten zu einem höheren Konsum von verpackten Produkten und von „Take Away Essen“. 45 bis 48 Prozent der Befragten gaben an, einen erhöhten Konsum von verpackten Lebensmitteln, frischen Lebensmitteln und Lebensmittellieferungen zu haben.

Einer der Hauptgründe für den vielen Müll ist die Tatsache, dass die Menschen mehr Zeit zu Hause verbringen. Normalerweise beträgt das Abfallaufkommen in Deutschland im Durchschnitt 457 Kilogramm pro Kopf, doch seit der Pandemie stiegen Lebensmittelabfälle und Plastikverpackungen von 43 und 53 Prozent.

Die Ergebnisse der Studie liefern Stadtverwaltungen nun nützliche Erkenntnisse über Verbrauchsmuster in Notfallsituationen. So können strategische Maßnahmen schneller ergriffen werden, um die Auswirkungen zukünftiger Pandemien besser eindämmen zu können.

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Aktiv werden:

Politischen Entscheidungsträger*innen und Unternehmen zeigen, dass wir mehr Mehrwegsysteme brauchen – jetzt bei der EU weiten #WeChooseReuse Kampagne von Break Free From Plastik mitmachen!

  • Hier als Einzelperson oder NGO das #WeChooseReuse Commitment der gleichnamigen EU-Kampagne unterschreiben.
  • Hier als Unternehmen das bereits auf Mehrweglösungen setzt den Offenen Brief “Businesses for Reuse” zeichnen und an politische Entscheidungsträger*innen appelieren, Mehrweg noch stärker auszubauen. (Deutsche Übersetzung am Ende der Seite)

Umweltministerin stellt überarbeitetes Verpackungsgesetz vor

In dieser Woche hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) im Kabinett die Überarbeitungen des Verpackungsmüllgesetzes vorgestellt. Die Änderungen sollen die Maßgaben der 2018 verabschiedeten EU-Einwegplastikrichtlinie umsetzen. Ziel der Einwegkunststoffrichtlinie ist es, die Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt zu verringern.

Unter anderem sind eine Pflicht für das Angebot von Mehrwegverpackungen beim Verkauf von „to go“-Essen und -Getränken, eine Ausweitung des Einwegpfands auf fast alle Plastikflaschen aus PET und sämtliche Aluminium-Dosen ab 2022 vorgesehen sowie der verpflichtende Einsatz einer bestimmten Menge an recyceltem Kunststoff bei der Herstellung von PET-Flaschen (25 Prozent ab 2025).

Umweltverbände kritisieren, dass das novellierte Verpackungsgesetz noch zu viele Ausnahmen von der Mehrwegpflicht enthält. So soll beispielsweise Milch in PET-Flaschen von der Pfandpflicht ausgenommen werden. Außerdem gebe es zu wenig Anreize, damit Mehrweglösungen sich tatsächlich durchsetzen können.

Als Nachbeserungen fordert die Deutsche Umwelthilfe eine Lenkungsabgabe von mindestens 20 Cent für to-go-Becher und Essensboxen aus Einwegplastik, die gezielt zur Förderung von Mehrwegsystemen eingesetzt werden soll. Außerdem die konsequente Bepfandung aller Einwegplastikflaschen, inklusive Milch-Plastikflaschen, sowie die Befandung von Getränkekartons, welche noch zu häufig in der Umwelt landen.

Der BUND hält den verpflichtenden Einsatz einer höheren Menge an recyceltem Material bei der Herstellung von Einweg-Plastikflaschen für realistisch (40 statt 25 Prozent bis 2025). Ähnliche Festlegungen müssen nach Ansicht des BUND für weitere Verpackungsbereiche erfolgen, beispielsweise Transportverpackungen wie Folien, Kanister, Eimer, Fässer und Paletten oder auch Pflanztöpfe.

Der Nabu hält die Einführung steuerlicher Begünstigungen für Mehrwegverpackungen für zielführend, um zur Nutzung von Mehrweglösungen zu motivieren. Mehrweg müsse immer die günstigere Alternative zu Einweg sein.

Nach Beschluss des Gesetzentwurfs im Kabinett am 20.1.2021 müssen nun Bundestag und Bundesrat über den Entwurf entscheiden.

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Politischen Entscheidungsträger*innen und Unternehmen zeigen, dass wir mehr Mehrwegsysteme brauchen – jetzt!

Für ein echtes Verbot von Einwegplastik – Jetzt Petition unterschreiben!

Jetzt Petition unterschreiben und teilen: https://act.wemove.eu/campaigns/einwegplastik-stoppen

Einwegplastik überschwemmt unsere Umwelt und verschmutzt unsere Meere. Mikroplastik ist inzwischen überall zu finden – sogar in Obst und Gemüse.

Endlich wurde ein EU-Verbot für Einwegplastik beschlossen, welches in allen europäischen Mitgliedsstaaten umgesetzt werden muss, so auch in Deutschland. Aber jetzt, wo es umgesetzt werden soll, setzen die Hersteller alles daran, Ausnahmen zu fordern.

Die EU-Kommission muss sicherstellen, dass das EU-Verbot von Einwegplastik nicht durch Ausnahmen und zugelassene Ersatzstoffe in den Richtlinien verwässert wird!

Unterstützt diese Forderung und unterschreibt jetzt die Petition! https://act.wemove.eu/campaigns/einwegplastik-stoppen