Umweltschützerin des Bundesverbands Meeresmüll inspiriert Masterstudierende der NORDAKADEMIE

Masterstudierende der NORDAKADEMIE befassen sich schon in der ersten Phase ihres Studiums intensiv mit der sozialen und ökologischen Verantwortung von Unternehmen. Die Pflichtveranstaltung „Wirtschaft & Ethik“ mit Prof. Dr. Holger Petersen bietet hierfür in einem 3-Tages-Block viel Raum, um an Beispielen Möglichkeiten der Verantwortungsübernahme aufzuzeigen.

In diesem Rahmen lieferte die Fahrt des Forschungs- und Medienschiffs Aldebaran und die aktuelle Kampagne zur Bekämpfung von Mikroplastik einen willkommenen Anlass, dieses drängende Thema mit Masterstudierenden des Studiengangs Wirtschaftsrecht zu behandeln. Via ZOOM schaltete sich am 25. Juni 2020 Frau Carla Wichmann in die virtuelle Veranstaltung ein. Als Koordinatorin der Kampagne und Leiterin der Geschäftsstelle erläuterte Frau Wichmann anschaulich in einem prägnanten Vortrag, weshalb unser derzeitiger Konsum von Kunststoffprodukten bereits in der Produktion teure, kaum reversible Schäden an Natur und Mensch verursacht. Am Ende mündet der Konsum in der Vermüllung von Gewässern und Böden, wo sich das extrem langlebige Material in Form von Mikropartikeln anreichert, womit erhebliche Gesundheitsrisiken für Menschen, Tiere, Pflanzen und gesamte Ökosysteme einhergehen.

Als Produzenten und Vertreiber von Kunststoffprodukten tragen Unternehmen hierfür neben den Verbrauchern eine maßgebliche Mitverantwortung. An Unternehmensbeispielen aus der Lebensmittelindustrie, des Einzelhandels und der Textilbranche erarbeiteten die Studierenden in Arbeitsgruppen mit Carla Wichmann erste Handlungsempfehlungen zur Vermeidung von Verpackungen, wie beispielsweise durch Mehrwegkonzepte, zur Schließung von Stoffkreisläufen und zur Nutzung alternativer Materialien.

Im Zuge der Gruppenarbeit wurde einerseits deutlich, dass einige Unternehmen, zum Beispiel aus dem Outdoor-Branche oder gewisse Drogerieketten, die Relevanz des Problems für ihr Geschäft erkannt haben und zu einer Eindämmung beitragen. In bestimmten Fällen, wie bei der Vermeidung von intendiert hinzugefügten Mikropartikeln in Körperpflegeprodukten, sind Lösungen relativ einfach zu finden und werden bereits umgesetzt. Andererseits wurde auch bewusst, dass Unternehmen wie Nestlé oder H&M für eine wirksame Kehrtwende viel tiefer in ihre Geschäftsmodelle eingreifen müssen, um die Menge schnelllebiger Einwegprodukte, gesundheitsgefährdender Additive und überflüssiger Verpackungen drastisch zu reduzieren. In einigen Bereichen wie zum Beispiel bei der Konstruktion von Reifen und wetterfesten Textilien ist zudem technischer Innovationsgeist gefragt, um die gewünschten Materialeigenschaften künftig im Einklang mit ökologischen und gesundheitlichen Anforderungen anbieten zu können. 

Schließlich plädierten die Studierenden auch für internationale Reglementierungen, um die Innovationskraft der Unternehmen in die gewünschte Richtung zu lenken.

Näheres zur Kampagne und zur Fahrt der Aldebaran unter: https://bundesverband-meeresmuell.de/elbe-tour-2020/.

Welcher Handlungsbedarf aus Sicht des zivilgesellschaftlichen Bündnisses „Wege aus der Plastikkrise“ auf Ebene der Bundesregierung besteht, um die Plastikflut zu stoppen, lässt sich hier nachlesen: www.exit-plastik.de.

Elbe-Expedition 2020 mit der ALDEABARAN von Tschechien bis zur Nordsee: Dem Plastik auf der Spur

Wie können wir der Plastikkrise den Wind aus den Segeln nehmen? Auf unserer vierwöchigen Expedition an Bord des Forschungs- und Medienschiffs ALDEBARAN entlang der Elbe dreht sich alles um die globale Plastikproblematik. Auf unserer Tour gehen wir Mikroplastik in der Elbe auf den Grund, beleuchten den Zusammenhang von Klimakrise und Plastikproduktion und setzen uns mit Schadstoffen in Lebensmittelverpackungen und vielen weiteren spannenden Themen auseinander. Seid dabei und erfahrt, was auch ihr gegen die Plastikkrise tun könnt!

Zur Website mit allen Infos und den Etappen der Tour geht es hier.

Die Pressemitteilung zum Start der Tour vom 03.06.2020 findet sich hier: Pressemitteilung_Wege aus der Plastikkrise_05.02.2020

Webportal bietet Bildungsmaterial zu Plastikmüll

(c) Dieter Scheppeit

Neues Angebot für Lehrer*innen und Workshopleiter*innen

Plastik dominiert unseren Alltag. Mit Zerfallszeiten von 450 Jahren und mehr bedroht unser Konsum nicht nur uns und unsere Umwelt, sondern auch zukünftige Generationen. Die Einbindung der Thematik in den Schulunterricht und in die außerschulische Bildungsarbeit kann zur Lösung des Problems beitragen. Der Bundesverband Meeresmüll stellt hierfür ab März 2020 eine Materialsammlung auf seiner Internetseite bereit.

Es ist ein Spitzenplatz, auf den Deutschland alles andere als stolz sein kann. Mit 38 Kilogramm pro Kopf gehört die Bundesrepublik zu den größten Plastikmüll-Verursachern in Europa und liegt deutlich über dem Durchschnitt. Mit dramatischen Folgen für unsere Umwelt – und uns Menschen. Besonders im Meer ist Kunststoff eine tödliche Gefahr für viele Lebewesen, die die Partikel als Nahrung aufnehmen. Mikroplastik dringt in unsere Nahrungsketten ein und wurde sogar im Blut von Menschen nachgewiesen. Zudem heizen Produktion und Konsum von Plastik die Klimakrise an. Es ist also dringend Zeit, aufzuklären und gegenzusteuern. Und der Bildungsarbeit kommt dabei eine besondere Bedeutung bei. Der Bundesverband Meeresmüll (BVMM) will Lehrerinnen und Lehrern sowie Tätigen der außerschulischenBildungsarbeit dabei helfen und bündelt daher die im deutschsprachigen Raum verfügbaren Lehr- und Bildungsmaterialien rund um das Thema Plastik und Meeresmüll auf seiner Webseite .

Die Bildungsmaterialien stehen per Link über die Online-Plattform des Bundesverbandes Meeresmüll zur Verfügung. Sie sind gesichtet und nach Altersgruppen, Themenschwerpunkten und Fachbezug kategorisiert.

Die Material-Sammlung steht ab März 2020 allen Bildungsakteurinnen und -akteuren über die Seite des Bundesverbands Meeresmüll frei zur Verfügung: www.bundesverbandmeeresmuell.de/bildungsmaterialien. Zudem ist die Online-Materialsammlung über den Hamburger Bildungsserver und andere Bildungs-Portale erreichbar.

Plastikflut stoppen

+++ English version find here: Ways out of the Plastic Crisis: Demands from German Civil Society +++

Plastik überschwemmt mittlerweile unsere Umwelt – und ist heute eines der sichtbarsten und größten ökologischen Probleme. Es ist eine tödliche Gefahr für viele Lebewesen, die die Partikel als Nahrung aufnehmen. Die Plastikflut birgt auch Risiken für die menschliche Gesundheit – Mikroplastik wurde sogar im Blut von Menschen nachgewiesen. Zudem heizen Produktion und Konsum von Plastik die Klimakrise an.

Deshalb haben wir uns mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen Akteur*innen zusammengeschlossen und gemeinsam 15 Forderungen an die Bundesregierung formuliert.

Deutschland ist bei der Verwendung von Kunststoffen europaweit trauriger Spitzenreiter. Deshalb kommt uns eine ganz besondere Verantwortung zu, global zur Lösung des Problems beizutragen. Es ist höchste Zeit, jetzt gemeinsam und entschlossen zu handeln!

Mehr zu den Forderungen hier:www.exit-plastik.de

Die gemeinsame Pressemitteilung vom 05.02.2020 zu den Forderungen findet sich hier: Pressemitteilung_Wege aus der Plastikkrise_05.02.2020

Top Verursacher von Plastikmüll im Meer 2019 – Ergebnisbericht des Global Brand Audits

Beim diesjährigen weltweiten Brand Audit, zu dem die globale Break Free From Plastic Bewegung aufrief, wurden Coca-Cola, Nestlé, und PepsiCo zum zweiten Jahr in Folge als Hauptverursacher von Plastikmüll im Meer identifiziert. Anlässlich des Internationalen Coastal Cleanup Days im September sammelten und erhoben Menschen überall auf der Welt Meeresmüll an Stränden und sortierten das gefundene Plastik nach Marken. Insgesamt führten 72.541 Freiwillige in 51 Ländern 484 Brand Audits durch. Dabei wurden 476.423 Plastikteile gefunden – 43% dieser Teile ließen sich klar einer Marke zuordnen.

Den ausführlichen Ergebnisbericht 2019 gibt es hier: Brand Audit Report 2019 (engl.)

Steigende Verpackungsabfallmengen in Deutschland – aktueller Bericht des Umweltbundesamts

Insgesamt 18,7 Millionen Tonnen Verpackungsabfall wurde in Deutschland im Jahr 2017 produziert. Pro Kopf waren dies 226,5 kg, von denen ein Anteil von 47% auf private Endverbraucher*innen entfiel. Dies geht aus dem aktuellen Bericht zu Aufkommen und Verwertung von Verpackungsabfällen des Umweltbundesamtes hervor, der im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung 2019 veröffentlicht wurde. Zum Vorjahr stieg die Verpackungsabfallmenge um drei Prozent.

Die Zahlen zeigen deutlich, dass die Politik entschlossen gegen Verpackungsmüll vorgehen und u.a. Mehrwegsysteme entschieden fördern muss, um diese Mengen an Abfall zu reduzieren. Sie zeigen aber auch, dass jede und jeder Einzelne gefragt ist, den eigenen Verpackungsabfall zu minimieren.

Tipps wie man Müll im Alltag vermeiden kann, gibt es hier: Zero Waste Deutschland

Weitere Informationen und den Bericht zum Download gibt es hier: UBA-Pressemitteilung und Bericht zum Aufkommen und Verwertung von Verpackungsabfällen 2017

International Coastal Cleanup Day | Brand Audits 2019

Am Freitag, 20.09.2019 von 10:00 bis 13:00 Uhr, führt der Bundesverband Meeresmüll e.V. zum dritten Mal in Partnerschaft mit der Eckernförde Touristik & Marketing GmbH, weiteren örtlichen Institutionen (Ostsee-Info-Center, Abfallwirtschaft AWR) sowie den Schulen Eckernfördes den International Coastal Cleanup Day an den Stränden der Eckernförder Bucht durch. 250 Schülerinnen und Schüler haben sich bereits angemeldet. Wir sind begeistert über dieses breite Engagement gegen die Vermüllung der Meere und hoffen, dass dieser Tag weltweit dazu beiträgt das Problembewusstsein zu stärken und den dringenden Handlungsbedarf zur Vermeidung von Plastikmüll deutlich macht!

Alle tatkräftigen Helferinnen und Helfer sind herzlich eingeladen sich zu beteiligen!

Um die Konzerne zu identifizieren, die Hauptverursacher des weltweiten Plastikmülls im Meer sind, könnt Ihr zudem „Brand Audits“ durchführen, bei dem der gesammelte Müll zusätzlich nach Marken sortiert und erfasst wird. Einen Leitfaden wie dies funktioniert, stellt #breakfreefromplastic bereit: https://www.breakfreefromplastic.org/category/brand-audit/

Den Ergebnisbericht zum weltweiten „Brand Audit“ 2018 gibt es hier:

Zum International Coastal Cleanup Day wird seit 30 Jahren jährlich auf der ganzen Welt aufgerufen. 2018 sammelten über eine halbe Million Menschen rund 8,5 Tonnen Plastik an Stränden weltweit. Mehr Informationen: https://oceanconservancy.org/trash-free-seas/international-coastal-cleanup/

Jetzt veröffentlicht! – Plastikatlas mit Fakten zur Plastikkrise

Um die Dimensionen der Plastikkrise zu begreifen ist es notwendig, fundiertes Wissen zu haben. Die Heinrich-Böll-Stiftung und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland haben aus diesem Grund einen Plastikatlas entwickelt, der alle wichtigen Daten und Fakten über eine Welt voller Kunststoff enthält.

Ab heute steht der Plastikatlas unter folgendem Link kostenlos zur Bestellung und zum Download bereit:
https://www.boell.de/plastikatlas

 

 

Willkommen Bye Bye Plastic Bags Deutschland!

Mit nur zehn und zwölf Jahren gründeten Isabel und Melati Wijsden 2013 Bye Bye Plastic Bags auf Bali. Was als lokale Initiative begann hat sich inzwischen zu einer internationalen Jugend-Bewegung entwickelt, die sich für eine Welt frei von Plastikmüll einsetzt.

Der Bundesverband Meeresmüll Unterstützt die Arbeit von Bye Bye Plastic Bags durch die ehrenamtliche Übernahme der deutschen Geschäftsstelle ab April 2019.

Wir freuen uns, dass Bye Bye Plastic Bags jetzt auch in Deutschland vertreten ist und wir so unsere Kräfte zur Bewältigung der globalen Plastikkrise noch besser vereinen können!!

Bei dem erfolgreich Goodbye Plastic Brunch mit Melati Wijsden und Vertreterinnen von Bye Bye Plastic Bags Deutschland, der vom Bundesverband Meeresmüll und soulbottles am 8. Mai 2019 in Berlin veranstaltet wurde, wurden bereits angeregt Ideen für neue und gemeinsame Projekte ausfetauscht.

Melatis Videobotschaft an den Bundesverband Meeresmüll („BVMM“) beim Goodbye Plastic Brunch am 8. Mai 2019:

 

 

ALBATROSS – eine visuelle Reise in den Kern einer Umwelttragödie | 28. APRIL – 17:00h – 3001 KINO HAMBURG

Im Rahmen der ALBATROSS free screening tour, präsentiert von Parley for the Oceans und der Surfrider Foundation Germany, wird der Film ALBATROSS von Chris Jordan in Hamburg vorgeführt. Der Bundesverband Meeresmüll e.V. unterstützt das Projekt als lokaler Partner.

  • Was: ALBATROSS | Regie: Chris Jordan, USA, 2018, engl. (Trailer)
  • Wann: 28. April – 17:00h
  • Wo: 3001 Kino Hamburg, Schanzenstraße 75
  • Erwachsenenfilm mit stark emotionalem Inhalten, empfohlen ab 12 Jahren.
  • Eintritt frei! Kartenreservierung
Beschreibung

ALBATROSS ist eine gewaltige visuelle Reise in den Kern einer herzzerreißenden Umwelttragödie. Auf einer der entlegensten Inseln der Erde bedecken tausende tote Albatross-Küken den Boden – ihre Körper sind gefüllt mit Plastik.

Chris Jordan und sein Filmteam kehrten über viele Jahre hinweg mehrmals zu dieser Insel zurück und wurden Zeugen eines Kreislaufs aus Geburt, Leben und Tod dieser prachtvollen Wesen. Ein Kreislauf, welcher zur vielschichtigen Metapher für unsere Zeit wird.

ALBATROSS führt uns durch das Feuer von Grauen und Trauer während es uns der Unermesslichkeit dieser Tragödie und unserer eigene Komplizenschaft gegenüberstellt. In diesem Prozess finden wir eine unerwartete Route zu einer tiefen Empfindung der Schönheit und Liebe für das Wunder des Lebens auf der Erde.

Dabei bricht ALBATROSS die Stilmuster herkömmlicher Umwelt- und Dokumentarfilme und nimmt seine Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine lyrisch geleitete Reise in die Tiefen ihrer eigenen Sinne. Er vermittelt eine tiefgreifende Botschaft von Ehrfurcht und Erneuerung, welche weltweit bereits ein Publikum mehrerer Millionen erreichte.

Bio – Director

Regisseur Chris Jordan ist bekannt für seine fotografischen Werke, welche die kollektive Schattenseite zeitgenössischer Massenkultur erforschen. Auf der Gratwanderung zwischen Schönheit und Grauen, Abstraktion und Verbildlichung, dem Nahen und dem Fernen, dem Sichtbaren und Unsichtbaren, konfrontieren Jordans Werke mit der immensen Kraft menschlichen kollektiven Willens. Seine Werke werden weltweit veröffentlicht und ausgestellt.

Free Screening Tour

Ein Jahr nach Veröffentlichung und vielen inspirierenden Vorstellungen auf den Bühnen der
Welt kommt ALBATROSS nun in eine Reihe deutscher Kinos.

Parley for the Oceans und Surfrider Foundation Germany präsentieren gemeinsam Deutschlands erste free screening tour des Films und setzen somit den wohltätigen Zweck des Projekts fort – ALBATROSS ist ein Geschenk an die Welt.

Die Tour wird begleitet mit einer Ein- und Ausführung zum Film von Luca Kunz, Surfrider Foundation.

Tour Page: http://albatrossfreetour.eventbrite.de/