About

NGO-Bündnis Projekt “Wege aus der Plastikkrise” – Exit Plastic

Forderungen der deutschen Zivilgesellschaft – Demands of the German civil society

Maßnahmen entlang des gesamten Plastik-Lebenszyklus sind notwendig, um die Plastikkrise zu lösen und damit die Flut zu stoppen. Erstmalig in Deutschland haben sich große zivilgesellschaftliche Akteur*innen, darunter auch der Bundesverband Meeresmüll e.V. und die Deutsche Meeresstiftung, zu einem Bündnis zur Lösung der Plastikkrise zusammengeschlossen und 15 Forderungen an die Bundesregierung formuliert. Gemeinsam setzen wir uns für ihre Umsetzung ein!

Actions along the entire plastic life cycle are necessary to solve the plastic crisis and thus stop the flood. For the first time in Germany, major civil society actors, including the German Marine Litter Association (Bundesverband Meeresmüll e.V.) and the German Ocean Foundation (Deutsche Meeresstiftung), have joined forces in an alliance to solve the plastic crisis and formulated 15 demands to the German government. Together, we are committed to their implementation!

Das Projekt “Wege aus der Plastikkrise” der Deutschen Nichtregierungsorganisationen ist ein durch den Bundesverband Meeresmüll e.V. und die Deutsche Meeresstiftung initiiertes, organisiertes und moderiertes zivilgesellschaftliches Projekt, das im Mai 2021 abgeschlossen und nun ohne unsere Verantwortung von einer Teilgruppe weitergeführt wird.

The project “Ways out of the Plastic Crisis” of the German Non-Governmental Organizations is a civil society project initiated, organized and moderated by the German Marine Litter Association and the Deutsche Meeresstiftung, which was completed for the time being in May 2021 and is now continued by a subgroup without our responsibility.

Zum Download der Forderungen – Download the demands:

Demands “Exit Plastic” – Long Version

Umweltversammlung der Un-Mitgliedstaaten beschliesst Maßnahmen gegen Plastikverschmutzung

Die Vereinten Nationen haben sich verpflichtende Ziele im Kampf gegen die Plastikverschmutzung gesetzt. Am Mittwoch (02.03.2022) wurde ein entsprechender Resolutionsentwurf im Konsens verabschiedet.
Mehr zum Thema finden Sie auf der Webpräsenz der Vereinten Nationen.

Resolution zur Verminderung von Plastik wird zum Problem für Öl- und Chemiekonzerne

Die Vereinten Nationen haben sich verpflichtende Ziele im Kampf gegen die Plastikverschmutzung gesetzt. Am Mittwoch (02.03.2022) wurde ein entsprechender Resolutionsentwurf im Konsens verabschiedet. Laut Reuters stellt dies für große Öl- und Chemieunternehmen ein Problem dar, da Prognosen zufolge sich die weltweite Kunststoffproduktion innerhalb von zwei Jahrzehnten verdoppeln wird.

Mehr zum Thema finden Sie hier auf reuters.com.

Elbe-Expedition 2022: Schad- und Giftstoffe im Gewässer

Bundesverband Meeresmüll e.V. Elbe Expedition 2022

Überblick

  • An Bord des Forschungs- und Medienschiffs ALDEBARAN
  • Start 8. Juni 2022 (Dresden), Ziel: 29. Juni 2022 (Cuxhaven)
  • 730 Elbe-Flusskilometer von der tschechischen Grenze bis zur Nordsee
  • Forschung in Zusammenarbeit mit Hochschulen und Instituten
  • Multimediale und digital erlebbare Produktionsreise
  • Bildungs- und Öffentlichkeitskampagne
  • Thema: Schad- und Giftstoffe im Gewässer, Persistente organische Schadstoffe (POP)
  • Zielgruppe: insbesondere Jugendliche der Region und die interessierte Öffentlichkeit
  • Kooperation mit lokalen und überregionalen Akteur*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft
  • Vorstellung von Leuchtturm-Initiativen und Best-Practice-Beispielen
  • Produkte: Pressearbeit, Social Media Kampagne, Veröffentlichung regelmäßiger Videodokumentationen der Expedition über YouTube und regionale Kommunikationskanäle der verschiedenen Akteur*innen
Die Elbe-Expedition 2022 des Bundesverbands Meeresmüll e.V. untersucht in diesem Jahr Schadstoffe in der Elbe und möchte aufmerksam machen auf die Verschmutzung unserer heimischen Gewässer.

Multimedia-Expedition an Bord des Forschungs- und Medienschiffs ALDEBARAN

Aufbauend auf dem Erfolg der letzten Jahre, wird die Crew des Medien- und Forschungsschiff ALDEBARAN unter der Leitung des Bundesverbands Meeresmüll e.V. vom 8. Juni, dem Tag der Meere, bis zum 29. Juni 2022 erneut auf Flussexpedition auf der Elbe unterwegs sein. Die Elbe-Expedition ist Forschungs-, Produktions- sowie Bildungs- und Öffentlichkeitskampagne zugleich. Hierbei wird die ALDEBARAN als Kommunikations- und Forschungsplattform genutzt werden, um den Zustand der Elbe genauer unter die Lupe zu nehmen. Intensiv eingebunden werden dabei regionale und überregionale Akteur*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, wodurch vielfältige Teilaspekte und Lösungsansätze der Schad- und Giftstoffproblematik in unseren Fließgewässern vorgestellt und diskutiert werden können. Im Vordergrund steht die Belastung durch Schadstoffe, wie zum Beispiel Medikamentenrückstände, Persistente organische Schadstoffe (POP) oder auch Mikroplastik, wobei stets Lösungsvorschläge und Best-Practice-Beispiele in der Region eine Rolle spielen.

Expeditionskomponenten

Bildungs- und Öffentlichkeitskampagne:

Zentrales Element ist die Übertragung der Programmpunkte von Bord der ALDEBARAN, welche über attraktive Kanäle und Social-Media stattfindet. Zielgruppe sind insbesondere Jugendliche der Region und die interessierte Öffentlichkeit.

Experten und die Crew des Bundesverbands Meeresmüll informieren über die Verunreinigung in unseren Gewässern und zeigen wissenschaftliche sowie umwelt- und gesellschaftspolitische Perspektiven auf, die Problematik mit entsprechenden Lösungsansätzen anzugehen. Insbesondere werden regionale Akteur*innen und Beiträge zu regionsspezifischen Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen integriert. Zuschauer, Jugendgruppen und Schulen können mit der Crew in Kontakt treten und deren Mission kennenlernen.

Best-Practice-Beispiele und Initiativen sowie Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Kommunen werden vorgestellt und über Interviews, Live-Schaltungen und digitale Beiträge in das Bildungs- und Medienkonzept eingebunden.

Zudem werden alle Inhalte der Tagesetappen sowie weiterführende Informationen, Videoclips, Tipps und Bildungsmaterialien noch einmal separat in einem Online-Logbuch (padlet) zum Nachlesen und für den Download bereitgestellt.

Innovative Forschung:

Die Arbeit der Forschungsgruppen an Bord wird begleitet, so können die Inhalte der Expeditionsfahrt auf besonders eindrückliche und praxisnahe Weise vermittelt werden.

Das Vorkommen von Schad- und Giftstoffen in der Elbe, in ihren Ufergegenden und Buhnenfeldern wird erforscht, um die Belastung des Gewässers aufzuzeigen.

Von Bord der ALDEBARAN lassen die Wissenschaftler*innen das Publikum an ihren Forschungen teilhaben. Mit ihrem Fachwissen leisten sie hierbei einen wichtigen Beitrag zur Wissenschaftskommunikation, über die unterschiedlichen Bildungsformate der Expedition.

Moderne Produktions- und Kameratechnik:

Durch den Einsatz hochauflösender Spezial-Kameras- und Drohnen werden die spannenden Einblicke in die Expedition multimedial aufbereitet. Moderne Bildregie ermöglicht Aufnahmen aus der Vogelperspektive, sowie Unterwasseraufnahmen. Außerdem gibt es Live-Übertragungen aus dem Bordmikroskop und von Endoskop-Kameras.

Umweltbildung

Gezielte Ansprache von Schulen und Jugendgruppe:

Schulen und Jugendgruppen werden gezielt eingeladen, die Elbe-Tour, wenn möglich vor Ort, zu begleiten. Frei zugänglich und nachhaltig aufbereitet sind alle Tour-Inhalte über das Online-Logbuch auf der Website des Bundesverbands Meeresmüll.

Pressearbeit:

Die Expedition wird mit intensiver Pressearbeit begleitet. Dies beinhaltet eine Auftakt- und eine Abschluss-Presseveranstaltung sowie regelmäßige Pressemitteilungen. Ein täglicher Pressetermin erlaubt Journalist*innen zudem, sich ein direktes Bild des Projektes zu machen und gibt Raum für Interviews mit der Crew des Bundesverbands Meeresmüll, der Forschungspartner an Bord und weiteren Akteur*innen.

Social Media Kampagne:

Zur Multiplikation der Tour-Inhalte wird die Expedition von einer Social Media-Kampagne über den Instagram- und Facebook-Kanal des Bundesverbands Meeresmüll begleitet. Für eine hohe Reichweite soll hierbei die gezielte Einbindung von Influencer*innen und Blogger*innen in die Elbe-Expedition dienen. Auch die Einbindung der weiteren Projektpartner*innen und Unterstützer*innen sorgt für Reichweite.

Beteiligte:

Akteur*innen der Expedition (vorläufige Listung auf Basis des letzten Jahres)

Folgende Organisationen und Experten sind wiederum zur Partizipation eingeladen: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Biosphärenreservat Schaalsee-Elbe, Deutsche Umwelthilfe e.V., NABU – Naturschutzbund Deutschland, Greenpeace e.V., Surfrider Foundation Europe, Viva con Agua Sankt Pauli e.V., Plasticontrol e.V., Ocean House, Xylem Analytics Germany, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, Sonderforschungsbereich Mikroplastik der Uni Bayreuth, die Nordakademie, oclean, Initiative Pinke Hände, beach cleaner, Initiative Plastich,  und viele weitere.

Links

https://www.youtube.com/user/ALDEBARANHamburg

Kontakt

Bundesverband Meeresmüll e.V.
Grimm 12 – 20457 Hamburg
Ansprechpartnerin: Mona Rittinghaus
Tel.: +49 (0) 40 22 85 890 25

elbetour@bundesverband-meeresmuell.de
www.bundesverband-meeresmuell.de

Route und Stationen der Expedition

DatumTagAusgangshafenZielhafenStromkilometerBundesland
Donnerstag, 2. Juni 2022  Alberthafen Dresden60Sachsen
Freitag, 3. Juni 2022 Alberthafen DresdenPirna35Sachsen
Samstag, 4. Juni 2022 PirnaBad Schandau8Sachsen
Sonntag, 5. Juni 2022 LiegetagBad Schandau8Sachsen
Montag, 6. Juni 2022 Bad SchandauDresden Terrassenufer60,8Sachsen
Dienstag, 7. Juni 2022 LiegetagDresden Terrassenufer60,8Sachsen
Mittwoch, 8. Juni 20221 PKDresden Terrassenufer60,8Sachsen
Donnerstag, 9. Juni 20222Dresden TerrassenuferMeißen-Coswig71Sachsen
Freitag, 10. Juni 20223Meißen-CoswigMühlberg127Brandenburg
Samstag, 11. Juni 20224MühlbergTorgau154,2Sachsen
Sonntag, 12. Juni 20225TorgauElster200,3Sachsen-Anhalt
Montag, 13. Juni 20226ElsterWittenberg2016Sachsen-Anhalt
Dienstag, 14. Juni 20227WittenbergDessau261,5Sachsen-Anhalt
Mittwoch, 15. Juni 20228DessauAken277,4Sachsen-Anhalt
Donnerstag, 16. Juni 20229AkenSchönebeck311Sachsen-Anhalt
Freitag, 17. Juni 202210SchönebeckMagdeburg327,5Sachsen-Anhalt
Samstag, 18. Juni 202211MadgeburgTangermünde388,2Sachsen-Anhalt
Sonntag, 19. Juni 202212TangermündeWittenberge454,9Sachsen-Anhalt
Montag, 20. Juni 202213WittenbergeSchnackenburg475,1Niedersachsen
Dienstag, 21. Juni 202214SchnackenburgDömitz504Niedersachsen
Mittwoch, 22. Juni 202215DömitzBleckede550Niedersachsen
Donnerstag, 23. Juni 202216ZwischenstoppBoizenburg559,5Mecklenburg Vorpommern
Donnerstag, 23. Juni 202216BleckedeLauenburg569,2Niedersachsen
Freitag, 24. Juni 202217LauenburgHamburg622,5Hamburg
Samstag, 25. Juni 202218LiegetagHamburg622,5Hamburg
Sonntag, 26. Juni 202219HamburgWedel643Schleswig-Holstein
Montag, 27. Juni 202220WedelGlückstadt676Schleswig-Holstein
Dienstag, 28. Juni 202221GlückstadtBrunsbüttel695,7Schleswig-Holstein
Mittwoch, 29. Juni 202222BrunsbüttelCuxhaven-Kugelbake 727,7Schleswig-Holstein

Elbe-Expedition 2021: Plastik in unseren Gewässern

Elbe-Expidition 2021 - Plastik in unseren Gewässern

Auf unserer diesjährigen Expedition vom 18. Juni bis zum 7. Juli 2021 gehen wir der globalen Plastikkrise mit dem Forschungsschiff ALDEBARAN erneut auf den Grund. Aufbauend auf dem Erfolg des letzten Jahres, startet die Crew des Bundesverbands Meeresmüll e.V. die Flussexpedition mit dem Medien- und Forschungsschiff an der tschechischen Grenze und fährt schließlich den gesamten deutschen Verlauf der Elbe bis zur Nordsee ab.

Die Elbe-Expedition wird Forschungsfahrt, Produktionsreise sowie Bildungs- und Öffentlichkeitskampagne zugleich sein. Hierbei wird die ALDEBARAN als Kommunikations- und Forschungsplattform genutzt, um der Plastikkrise medial und wissenschaftlich auf den Grund zu gehen. Im Vordergrund steht das Thema (Mikro-) Plastik in Gewässern sowie die Frage nach der Herstellerverantwortung bei der ganzheitlichen Lösung der Plastik-Problematik.

Digital könnt ihr die Tour über diese Kanäle verfolgen:

Mit an Bord haben wir in diesem Jahr Handelsvertreter mit nachhaltigen Konzepten in ihren Unternehmen, Hersteller von Produkten ohne Einwegplastik, die das Sortiment im Supermarktregal langsam erobern, Mehrweg-Vorantreiber und Initiativen, die aus unserer Umwelt und im (Berufs-) Alltag gezielt Abfall verbannen. Das gemeinnützige Unternehmen oclean Hamburg und die Initiative Pinke Hände aus Dresden haben entlang der Elbe die größte Müll- und Zigarettenstummel-Sammelaktionen ins Leben gerufen und unterstützen damit die Elbe-Expedition tatkräftig. Zusätzlich heißen wir diverse Partner aus der Forschung (darunter die TU Dresden, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ, die Uni Bayreuth und die Uni Hamburg) auf der ALDEBARAN Willkommen, die einerseits zeigen, wie sich Mikroplastik in Gewässern detektieren und erfassen lässt und andererseits spannende Erkenntnisse aus aktuellen Studien zum Thema Verbleib und Zerfallszeiten von Plastik, Textilfasern in unseren Kläranlagen und dem Biofilm auf Mikroplastik in Gewässern geben. Mit dem UFZ ist weiterhin das Aussetzen von Driftern in der Elbe geplant, mit denen sich Transportwege für größeren Plastikmüll und potenzielle Anlandungsbereiche bestimmen lassen. Von der ALDEBARAN aus werden diese eingesammelt und die GPS-Daten ausgewertet.

Wir gehen mit einem Kult-Naturführer und Angel-Guide auf Exkursion am Flussufer und begrüßen Filmemacher an Bord, die GPS-Bojen gebaut und in der Flussströmung ausgesetzt haben, um die Wege von Plastikmüll durch deutsche und internationale Gewässer nachzuverfolgen. Auch Vertreter aus der Politik werden mit uns Lösungsvorschläge und Wege aus der Plastikkrise diskutieren. Im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe und in Torgau, wo eine kleine Veranstaltung unter dem Motto “sELBEr saubere Ufer schaffen” vom Landschaftspflegeverband Torgau-Oschatz e.V., dem Abgeordnetenbüro der BÜNDNISGRÜNEN MdL Claudia Maicher und Christin Melcher und dem NABU-Naturschutzstation Biberhof stattfinden wird, geben wir ausgewählten Jugendgruppen die Möglichkeit, Einblicke in die Forschung an Bord zu gewinnen und die Crew und ihre Mission kennenzulernen.

Dabei sein wird außerdem erneut das Nachwuchsforschungsteam der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, was im Rahmen der Elbe-Expedition 2020 auf der gesamten Strecke Proben zur Analyse von Mikroplastik vom Elbgrund genommen hat. In diesem Jahr stellen sie ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit in Dresden und Torgau vor und nehmen an drei Stellen entlang der Elbe erneut Sedimentproben, unter anderem in Buhnenfeldern.

Alle Infos, Alltagstipps und die spannenden Interviews und Videos mit Expert*innen findet ihr in unserem digitalen Tour-Tagebuch. Viel Spass beim Stöbern!

Über unser padlet Online-Logbuch könnt ihr die Tour aus 2021 mitverfolgen:

Mit Padlet erstellt

Das Projekt wird gefördert von:

Abschlussbericht International Coastal Cleanup Day in Eckernförde

Müllsortierstation

Zusammenfassung

Anlässlich des International Costal Cleanup Day’s führten die Eckernförde Touristik & Marketing GmbH und der Bundesverband Meeresmüll e.V. am 17.09.2021 zum fünften Mal eine Strandreinigungsaktion in Eckernförde durch. Auch dieses Jahr befreiten wieder mehrere Schulklassen der Region von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr den Strand von Eckernförde von Plastikmüll. Die Funde wurden sorgfältig sortiert, gezählt und dokumentiert. Insgesamt kamen 77,76kg Müll zusammen – überwiegend Verpackungen, Zigarettenkippen, Kronkorken und Glasflaschen. Anschließend wurden die Daten in eine internatio-nale Plattform eingespeist, welche die Mülldaten aus aller Welt zusammenfasst und auswertet.

Abb. 1: Sortierstation
Abb. 2: gesammelter Müll

Akteure

In Zusammenarbeit mit der Eckernförde Touristik & Marketing GmbH organisierte der Bundesverband Meeresmüll e.V. den International Coastal Cleanup Day in Eckernförde und führten diesen erfolgreich gemeinsam durch. Die Ergebnisse wurden an Ocean Conservany übermittelt, welche seit 30 Jahren international zu dieser Aktion aufruft und entsprechende Daten aus aller Welt zusammenfasst. Die Aktion wurde außerdem von der Surfrider Foundation unterstützt, welche an diesem Tag Müllbeutel und bedruckte Banner zur Verfügung stellte.
Neben vielen einzelnen freiwilligen Helferinnen beteiligten sich auch ein paar Mitglieder des Süd-schleswigschen Wählerverbands bei der Sammelaktion sowie eine Gruppe von Hobby-Taucherinnen, die sich selbst die „Tauchjunkies“ nennen und das Eckernförder Hafenbecken von Müll im Wasser befreiten.

Ergebnisse des Cleanups

Auch in diesem Jahr fand die Veranstaltung unter Pandemie-Bedingungen mit entsprechendem Hygi-enekonzept statt. So gab es abermals mehrere Sammelstationen mit fest eingeteilten Sortier-Teams über den Strand verteilt. Damit keine Gruppendurchmischung entstand, waren die einzelnen Schul-klassen den verschiedenen Stationen zugeteilt.
An diesem Tag beteiligten sich über 240 Schüler*innen, welche insgesamt 77,76kg Müll sammelten. Dieses beachtliche Gewicht kam zustande, da in diesem Jahr viel Baumaterial (32,5kg) und außerge-wöhnlich viele Glasflaschen (10,5 kg) gefunden wurden. Häufige Funde waren außerdem Lebensmit-tel- und Süßigkeitsverpackungen, Take-Away Boxen, Einmalgeschirr, Kronkorken und 787 Zigaretten-stummel. Aufgrund der anhaltenden Pandemie, wurden in diesem Jahr wieder besonders viele Medi-zinische Masken gefunden. Anschließend wurden die Ergebnisse bei einem parallel stattfindenden Workshop der Deutschen Gesellschaft für Meeresforschung präsentiert. Eine tabellarische Zusammenfassung findet sich in Abbildung 9.

Abb. 3-6: gesammelter Strandmüll (Verpackungen, Flaschen, Klamotten Medizinische Masken, Corona-Selbsttest)

Abb. 7 und 8: Müll aus dem Eckerförder Hafenbecken (Flaschen, Rohrzahge, Stuhl, Teekanne)

Zudem holten die „Tauchjunkies“ eine Teekanne, Kleiderbügel, einen Stuhl, Flaschen, Dosen und Plastikverpackungen aus dem Eckernförder Hafenbecken.

Bildung

Abermals stellte der Bundesverband Meeresmüll e.V. einem Infostand zum Thema Plastikmüll auf, an dem Besucherinnen sich zur Plastikkrise weiterbilden konnten. Aufgezeigt wurden die Problematik von Kunststoffen im Meer sowie Lösungsstrategien. Des Weiteren wurden Lehrerinnen Bildungs- und Infomaterialien zur Nachbereitung des Projektes zur Verfügung gestellt (darunter der Plastikatlas, die Ocean Challenge von Boris Herrmann https://www.borisherrmannracing.com/wp-content/uplo-ads/2018/10/Ocean-Challenge-Kit-Deutsch.pdf, Hintergrundpapiere und die politische Forderungen „Wege aus der Plastikkrise“). So können Schüler*innen die Thematik nachhaltig vertiefen.

Für saubere Ozeane ohne Plastikmüll: Mitmachen beim World Water Run

(c) Andreas Grenacher

Der “Wert des Wassers” ist in diesem Jahr am 22. März das Motto des Weltwassertages, zu dem die Vereinten Nationen aufrufen. Es wirft die Frage auf, was bedeutet Wasser für dich und wie sollten wir damit umgehen?

Das Team von Bundesverband Meeresmüll-Mitglied Bye Bye Plastik Sylt nimmt an dem 7-tägigen virtuellen Lauf um die Welt (World Water Run) teil und möchte damit den Dialog über den Wert von sauberem Wasser für alle anregen.

Beim World Water Run zwischen dem 16. und 22. März soll gemeinsam mit allen Teilnehmenden eine Strecke von insgesamt 40075 Kilometer (als praktisch einmal um die Welt) erreicht werden. Deutschlandweit sind alle Interessierten herzlich dazu eingeladen, am virtuellen World Water Run teilzunehmen und bei diesem wichtigen Thema mitzuhelfen. Aufgrund der aktuellen Corona-Bestimmungen dürfen derzeit leider keine aktiven Veranstaltungen stattfinden.

Das Team von Bye Bye Plastik Sylt wird mit einem Fünf-Kilometer-Lauf von Strand Dikjen Deel bis zur Westerländer Strandpromenade symbolisch zu diesem Lauf um die Welt beitragen, um damit zu bekräftigen, dass saubere Ozeane ohne Plastikmüll wichtig für uns alle ist. 

#worldwaterrun #weltwassertag #wasserfüralle #worldwaterday #laufenfürsaubereswasser #auchdukannstmitmachen

Links:

Deutschland exportiert Plastikmüll – oeoo sammelt ihn ein

(c) One Earth – One Ocean e.V.

Größtes Müllsammelprojekt Brasiliens in Rio de Janeiro

München-Garching/Rio de Janeiro, 05. März 2021 – Die Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V. (oeoo) hat in enger Kooperation mit zwei lokalen Fischergemeinschaften die größte Müllsammelaktion in der Geschichte Brasiliens durchgeführt. Bei einem zweitägigen „Cleanup“ sammelten 220 Freiwillige knapp 19 Tonnen Müll. Nach der Sortierung werden alle recycelbaren Stoffe der Wiederverwertung zugeführt. Zukünftig sollen monatliche Cleanups dafür sorgen, die Müllflut zu reduzieren. Zudem bieten Sie den Fischern eine Einkommensmöglichkeit.

Rio de Janeiro hat als Megacity mit enormen Müllproblemen zu kämpfen. Die Gewässer vor der Millionenmetropole sind extrem verschmutzt – vor allem durch Plastikmüll. Während der Traumstrand Copa Cabana direkt an der Atlantikküste gereinigt wird und die Strömung den Plastikmüll beseitigt, ist die große Guanabara-Bucht, wo knapp 8,6 Millionen Menschen leben, eher ein Binnengewässer und dient als Müllhalde der Metropolregion. Hier sammeln sich seit Jahren enorme Mengen an Unrat, Schadstoffen sowie ungeklärten Abwässern. Plastikmüll staut sich auf, und nicht funktionsfähige Kläranlagen führen dazu, dass 18.000 Liter Abwasser pro Sekunde in die Bucht fließen. Schon zur Fußball-WM 2014 und den Olympischen Spielen 2016 in Rio wurde versprochen, sich um die Umweltprobleme zu kümmern, passiert ist seither so gut wie nichts. Wissenschaftler brasilianischer Forschungsinstitute sehen in der Verschmutzung inzwischen eine Bedrohung für Mensch und Natur und schätzen das Ausmaß an Krankheiten, die bei Kontakt mit dem Wasser der Guanabara–Bucht übertragen werden, als gefährlich hoch ein.

oeoo im Kampf gegen den Müll

Die Münchner Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V. (oeoo) widmet sich der Beseitigung von Plastikmüll aus den Gewässern weltweit. Deutschland ist laut Statistischem Bundesamt Europameister im Plastikmüllexport. Im Frühjahr 2020 wurde oeoo in Brasilien offiziell als eigenständige NGO anerkannt, was die Arbeit dort sehr erleichtert. Im Dezember letzten Jahres fand schließlich Brasiliens größte Cleanup-Aktion aller Zeiten statt. In Kooperation mit zwei lokalen Fischergemeinschaften der Kolonie Z-10 und diversen anderen Umweltgruppen vor Ort sammelten an diesem Tag über 220 freiwillige Helfer knapp 19 Tonnen Müll ein. Dabei handelte es sich nicht nur um Plastikmüll, sondern um sämtlichen Abfall, der gefunden wurde.

Das eingesammelte Material wurde sortiert, gewogen und, soweit möglich, umweltgerecht entsorgt. Daran arbeiteten zwei Teams á fünf Helfer insgesamt 20 Tage. Etwa zehn Tonnen konnten dem Recyclingpartner Geocycle zugeführt werden, drei Tonnen nicht wiederverwertbarer Waschmaschinen, Reifen oder TV-Geräte kommen auf eine sichere Deponie.

“Tag für Tag werden 90 Tonnen Abfall in die Gewässer der Guanabara-Bucht gekippt. Das Bewusstsein der Bevölkerung sowie der dort tätigen Unternehmen für dieses tägliche Verbrechen an der Umwelt muss unbedingt geschärft werden”, erklärt Laura Kita Kejuo, Direktorin von oeoo in Brasilien. „Wir wollen dem öffentlichen und privaten Sektor sowie der Bevölkerung im Allgemeinen zeigen, wie viel Müll man an nur einem oder zwei Tagen sammeln kann – dass es mit Kooperationen und koordinierten Anstrengungen möglich ist, die Bucht gemeinsam zu säubern.“

Zukünftig möchte oeoo zusammen mit seinen Helfern bei regelmäßigen Cleanups monatlich etwa fünf Tonnen Abfälle einsammeln und verwerten. Für die Fischer ist das ein willkommener Nebenerwerb, da der Fischfang in dem verschmutzten Gewässer kaum noch lohnend ist. Gleichzeitig beabsichtigt das oeoo-Team, die Projekte zur Umwelterziehung zu vertiefen und die Partnerschaften mit anderen NGOs und Forschungsinstituten in der Region zu stärken.

Links:

Seit der Pandemie erzeugen wir mehr Müll

Dies fand eine internationale Studie, an der insgesamt 23 Länder beteiligt waren heraus. Koordinierte wurde die Studie von Prof. Dr. Dr. Walter Leal, Leiter des Forschungs- und Transferzentrum „Nachhaltigkeit und Klimafolgenmanagement” an der HAW Hamburg.

Analysiert wurden der Konsumverbrauch und das Abfallaufkommen seit der COVID-19-Pandemie. Es zeigte sich, dass sich die Gewohnheiten von Verbrauchern während der Pandemie verändert hatten. Die Lockdowns führten zu einem höheren Konsum von verpackten Produkten und von „Take Away Essen“. 45 bis 48 Prozent der Befragten gaben an, einen erhöhten Konsum von verpackten Lebensmitteln, frischen Lebensmitteln und Lebensmittellieferungen zu haben.

Einer der Hauptgründe für den vielen Müll ist die Tatsache, dass die Menschen mehr Zeit zu Hause verbringen. Normalerweise beträgt das Abfallaufkommen in Deutschland im Durchschnitt 457 Kilogramm pro Kopf, doch seit der Pandemie stiegen Lebensmittelabfälle und Plastikverpackungen von 43 und 53 Prozent.

Die Ergebnisse der Studie liefern Stadtverwaltungen nun nützliche Erkenntnisse über Verbrauchsmuster in Notfallsituationen. So können strategische Maßnahmen schneller ergriffen werden, um die Auswirkungen zukünftiger Pandemien besser eindämmen zu können.

Links:

Aktiv werden:

Politischen Entscheidungsträger*innen und Unternehmen zeigen, dass wir mehr Mehrwegsysteme brauchen – jetzt bei der EU weiten #WeChooseReuse Kampagne von Break Free From Plastik mitmachen!

  • Hier als Einzelperson oder NGO das #WeChooseReuse Commitment der gleichnamigen EU-Kampagne unterschreiben.
  • Hier als Unternehmen das bereits auf Mehrweglösungen setzt den Offenen Brief “Businesses for Reuse” zeichnen und an politische Entscheidungsträger*innen appelieren, Mehrweg noch stärker auszubauen. (Deutsche Übersetzung am Ende der Seite)

Umweltministerin stellt überarbeitetes Verpackungsgesetz vor

In dieser Woche hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) im Kabinett die Überarbeitungen des Verpackungsmüllgesetzes vorgestellt. Die Änderungen sollen die Maßgaben der 2018 verabschiedeten EU-Einwegplastikrichtlinie umsetzen. Ziel der Einwegkunststoffrichtlinie ist es, die Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt zu verringern.

Unter anderem sind eine Pflicht für das Angebot von Mehrwegverpackungen beim Verkauf von „to go“-Essen und -Getränken, eine Ausweitung des Einwegpfands auf fast alle Plastikflaschen aus PET und sämtliche Aluminium-Dosen ab 2022 vorgesehen sowie der verpflichtende Einsatz einer bestimmten Menge an recyceltem Kunststoff bei der Herstellung von PET-Flaschen (25 Prozent ab 2025).

Umweltverbände kritisieren, dass das novellierte Verpackungsgesetz noch zu viele Ausnahmen von der Mehrwegpflicht enthält. So soll beispielsweise Milch in PET-Flaschen von der Pfandpflicht ausgenommen werden. Außerdem gebe es zu wenig Anreize, damit Mehrweglösungen sich tatsächlich durchsetzen können.

Als Nachbeserungen fordert die Deutsche Umwelthilfe eine Lenkungsabgabe von mindestens 20 Cent für to-go-Becher und Essensboxen aus Einwegplastik, die gezielt zur Förderung von Mehrwegsystemen eingesetzt werden soll. Außerdem die konsequente Bepfandung aller Einwegplastikflaschen, inklusive Milch-Plastikflaschen, sowie die Befandung von Getränkekartons, welche noch zu häufig in der Umwelt landen.

Der BUND hält den verpflichtenden Einsatz einer höheren Menge an recyceltem Material bei der Herstellung von Einweg-Plastikflaschen für realistisch (40 statt 25 Prozent bis 2025). Ähnliche Festlegungen müssen nach Ansicht des BUND für weitere Verpackungsbereiche erfolgen, beispielsweise Transportverpackungen wie Folien, Kanister, Eimer, Fässer und Paletten oder auch Pflanztöpfe.

Der Nabu hält die Einführung steuerlicher Begünstigungen für Mehrwegverpackungen für zielführend, um zur Nutzung von Mehrweglösungen zu motivieren. Mehrweg müsse immer die günstigere Alternative zu Einweg sein.

Nach Beschluss des Gesetzentwurfs im Kabinett am 20.1.2021 müssen nun Bundestag und Bundesrat über den Entwurf entscheiden.

Links:

Aktiv werden:

Politischen Entscheidungsträger*innen und Unternehmen zeigen, dass wir mehr Mehrwegsysteme brauchen – jetzt!